Friedrich Vordemberge-Gildewart – ein De Stijl Maler II

Friedrich Vordemberge wird 1899 in Osnabrück geboren. Seinen Zweitnamen „Gildewart“ entnimmt er als Künstler später der Osnabrücker Altstadtgasse „Große Gildewart“, in der sein Geburtshaus steht. Osnabrück organisiert immer wieder Veranstaltungen, um den bedeutenden Künstler der Stadt zu würdigen. Mehr dazu auf der Internetseite: Friedrich Vordemberge-Gildewart

Dort findet sich auch eine kurze Lebensbeschreibung. Hier ein Auszug:

„Sein beruflicher Werdegang startete mit einer Ausbildung zum Tischler bei dem Meister Julius Schütze, damit er später die Werkstatt übernehmen könne. Doch schon 1919 ging Vordemberge-Gildewart nach Hannover, um an der technischen Hochschule Architektur, Plastik und Malerei zu studieren. Hier begann er nun seinen künstlerischen Werdegang, denn er traf unter anderem die Künstler Hans Arp, Oskar Schlemmer, Kurt Schwitters und Wassily Kandinsky. 1924 gründete er mit Hans Nitzschke zusammen die Künstlergruppe „Gruppe K“. Ebenfalls 1924 trat er nach einer Begegnung mit Theo van Doesburg in die niederländische Künstlervereinigung „De Stijl“ ein. Seine erste große Einzelausstellung hatte der Vertreter der konkreten Kunst 1929 in Paris. Es folgten weitere in Rom, Mailand, London und New York. Seine Werke bezeichnet er alle mit dem Kürzel „K“ für Konstruktion, später für Komposition, um sie dann einfach durchzunummerieren. 1932 heiratete er die Jüdin Ilse Leda.

Friedrich_Vordemberge-Gildewart_1

Friedrich Vordemberg-Gildewart

1936 zog es Vordemberge-Gildewart von Hannover nach Berlin. Jedoch galten seine künstlerischen Werke unter dem nationalsozialistischen Regime als „entartet“. Einiger seiner Werke wurden 1938 auf der Ausstellung „Entartete Kunst“ gezeigt. Daher entschied v-g sich 1937, das Land zu verlassen und wanderte mit seiner Frau in die Schweiz aus. Nach nur einem Jahr dort emigrierte das Ehepaar nach Amsterdam, wo der Künstler bis 1954 lebte und arbeitete. Er nimmt sogar die niederländische Staatsbürgerschaft an. 1954 zog es ihn wieder zurück nach Deutschland, da er von der Hochschule für Gestaltung in Ulm eine Professur für visuelle Kommunikation angeboten bekam. Dort blieb er bis zu seinem Tod 1962.“

Quelle: v-g Kunst für eine anderer Gesellschaft – Vordemberge-Gildewart 50 Jahre danach: https://www.vordemberge-gildewart.de/der-künstler/

Siehe auch:
De Stijl – Maler, Architekten und Lyriker
De Stijl – Ordnung, Klarheit, Primärfarben

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s