Was für eine Ausstellung in Florenz! Wow! Habe schon einige Ausstellungen im Palazzo Strozzi in den vergangenen Jahren gesehen, aber kann mich nicht erinnern, so beeindruckt von einer dieser Ausstellung gewesen zu sein. Dies liegt wohl vor allem daran, dass diese Ausstellung, die noch bis zum 23. August zu sehen ist, den Rahmen des Palazzos verlässt und auch an anderen Lokationen in Florenz den Spuren von Mark Rothko nachgeht. So auch seiner Auseinandersetzung mit Fra Angelico und dessen Fresken im Kloster San Marco.
Mark Rothko (Markus Rothkowitz) wird 1903 in Russland – heute Lettland -, geboren. Im Alter von zehn Jahren wanderte er mit seiner Mutter und Schwester in die Vereinigten Staaten aus und schliesst sich seinem Vater und seinen Brüdern in Portland an. Von 1921 bis 1923 besuchte er die Yale University, bevor er nach New York zog. 1929 beginnt er am Brooklyn Jewish Center zu unterrichten, eine Position, die er die nächsten zwanzig Jahre innehatte. 1935 gründete er die Gruppe „The Ten“ und stellte mit ihr bis 1940 aus.

1958, New York, Whitney Museum of
American Art; purchase, with funds
from the Friends of the Whitney
Museum of American Art, Mr. e Mrs.
Eugene M. Schwartz, Mrs. Samuel A.
Seaver e Charles Simon, 68.9, Cat.
Rais. n. 611
Digital image Whitney Museum of
American Art / Licensed by Scala
Seine Gemälde und Aquarelle aus den späten dreissiger Jahren bis 1946 zeugen von seinem Interesse an der griechischen Mythologie, der primitiven Kunst und der Psychoanalyse. Beeinflusst von den Surrealisten, experimentiert Mark Rothko mit automatischem Zeichnen und schafft abstrakte Formen, die auf das menschliche und tierische Leben anspielen. Gegen Ende der vierziger Jahre erfährt Mark Rothkos Werk eine entscheidende Wende: Er gibt die Figuration, einschließlich ihrer surrealistischen Variationen, auf und konzentriert sich auf abstrakte Kompositionen, die zu seinem unverwechselbaren Markenzeichen werden. Seine großformatigen Leinwände bestehen fortan aus schwebenden, geschichteten Farbflächen.
1958 nimmt er den vielbeachteten Auftrag für einen Gemäldezyklus für das Restaurant Four Seasons im Seagram Building in New York an. Später zieht Mark Rothko den Auftrag zurück, und die Werke werden der Tate in London geschenkt, mit der Vereinbarung, sie gemeinsam in einem eigens dafür eingerichteten Raum auszustellen. Von 1964 bis 1967 arbeitete Rothko an einem großen Zyklus, der von den Sammlern und Mäzenen Dominique und John de Menil für eine von Philip Johnson entworfene katholische Kapelle in Houston in Auftrag gegeben wurde. Diese dient heute als interreligiöser Raum. 1969 wird die Mark Rothko Foundation gegründet, um Künstler in Not zu unterstützen. Mark Rothko begeht 1970 in seinem New Yorker Atelier Selbstmord.
Quelle dieser kurzen Biografie und alle Informationen zur Ausstellung: Rothko in Florence – Fondazione Palazzo Strozzi
Viel Spaß in Florenz!
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