Das heimliche (und einzige) Zentrum der Konkreten Kunst in der DDR

Die Geschichte der Konkreten Kunst in der DDR ist eigentlich schnell erzählt:

In den sechziger Jahren „…war in der DDR der Bezug auf das Erbe der Moderne eine Gratwanderung. Unter Walter Ulbricht forcierte die SED mit ihrer stalinistischen Kulturpolitik eine Kunst und Architektur, die ‚national in der Form, sozialistisch im Inhalt‘ sein sollte. Bis weit in die Sechzigerjahre brandmarkten die Funktionäre den ‚sogenannten Bauhausstil‘ als ‚Ausdruck einer spätbürgerlichen Ideologie und des Amerikanismus in Westdeutschland‘.“

Einer der wenigen Konkreten Künstler der DDR ist Karl-Heinz Adler, den gleich mehrere Ausstellungen dieses Jahr würdigen. Er wird 90. Jahre alt.

„… Für Adlers konkrete Kunst, die einer ästhetischen Weltsprache angehörte, war in solcher Doktrin kein Platz … Doch Adler, den die Frankfurter Allgemeine Zeitung wegen seiner Kunst-am-Bau-Projekte einmal den ‚Erfinder der Ostmoderne‘ nannte, blieb in Dresden, wandte sich Ende der Fünfziger seriellen Verfahren und abstrakt-geometrischen Formen zu und machte einfach immer weiter. So wurde Dresden schließlich zum heimlichen (und einzigen) Zentrum der konkreten Kunst in der DDR.“

Quelle: Kito Nedo: „Triumph der Geometrie“, 31.05.2017 unter: https://www.weltkunst.de/kunstwissen/2017/05/triumph-der-geometrie

Ein Auszug aus einer lesenswerten Biografie über Karl-Heinz Adler, erschienen im Magazin Weltkunst. Eine Biografie und zeitgleich eine kurze Geschichte der Konkreten Kunst in der DDR oder besser in Dresden.

Siehe auch:
Karl-Heinz Adler – Ausstellungen zum 90. Geburtstag

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