Albert Mertz ist neben Ib Geertsen ein weiterer, bedeutender dänischer Künstler der Linien II Gruppe, die er 1947 auch mit begründet. Seine Werke zeichnen sich fortan durch einen vereinfachten, eher konstruktivistischen Stil aus. Nur einige wenige, starke Farben kommen zum Einsatz.

Richtig bekannt wird er allerdings erst zwanzig Jahre später: Nach seiner Übersiedlung nach Frankreich – 1962 – reduziert sich seine Farbpalette mehr und mehr auf zwei Farben: Rot und Blau!
Von 1968 bis zu seinem Tod 1990 bestimmt seine „rot blaues Vorhaben“ seine tagtägliche künstlerische Arbeit. In unzähligen Werken auf allen möglich Untergründen und Materialen bringt er rote und blaue Farbflächen auf. Egal was bemalt wird, immer ist ein Teil oder eine Hälfte rot während der andere Teil oder die andere Hälfte eben blau angemalt ist. Oft spiegeln sich rot und blau in einer Achse, manchmal gibt es sogar Perspektiven, meist sind es aber tatsächlich nur Farbfelder. Nicht alles ist wirklich Konkret: manchmal ergänzen sich rot und blau auch zu figürliche Darstellungen und eckige Kopfprofilen.
Seine Idee ist es, durch die Lösung der Farben von einer symbolischen Bedeutungen und durch die Reduktion auf geometrische Grundformen, Assoziationsfelder für den Betrachtenden zu erweitern und zu öffnen. Damit ist Albert Mertz Anfang der siebziger Jahre auf der Höhe der Zeit, denn Kunstrichtungen wie Minimal, Konzeptkunst und Konkrete Kunst sind weit verbreitet und werden in der Öffentlichkeit breit diskutiert.
Eine große Zahl von Werken von Mertz finden sich im Kunstindeks Danmark: Samlinger | Slots- og Kulturstyrelsen
Die Daimler Art Collection in Stuttgart und Berlin hat einige Werke von Albert Mertz gekauft und diese bereits mehrfach ausgestellt. Die Galerie Croy Nielson hat Mertz in 2015 ein Ausstellung gewidmet. Hier die Links: Croy Nielsen — Albert Mertz; Albert Mertz – Mercedes-Benz Art Collection
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