In den vergangen Tagen habe ich eine ganze Reihe von Pavillons auf der diesjährigen Biennale hier kurz beschrieben. Abschließen will ich mit dem israelischen Pavillon, der gemeinsam mit den russischen Pavillon für so viel Aufsehen zu Beginn der Biennale gesorgt hat. Dabei ging es nie um die Künstlerinnen und Künstler oder um die Pavillon, als vielmehr um die Frage, ob diese Länder auf der Biennale akzeptiert werden sollen. Über die Diskussion, die Hintergründe und die Konsequenzen informiert ein Artikel des Deutschlandfunk Kultur – Kunstbiennale Venedig 2026: Kulturkämpfe um Israel und Russland, ein kurzes Gespräch mit dem israelischen Künstler, Belu-Simion Fainaru, der den Pavillon bespielt findet sich in der ARD Mediathek: ttt – titel thesen temperamente: Der israelische Pavillon.
Die Installation „Rose der Leere“ wird von Gedichten des jüdischen, deutschsprachigen Dichters Paul Celan inspiriert, insbesondere von dem Bild der schwarzen Milch, einer symbolischen Flüssigkeit, die Leben und Tod, Materie und Geist vereint.
Schwarzes Wasser tropft in ein rechteckiges Becken und schafft so einen stillen Raum gerahmter Leere, der zum Nachdenken und Verweilen einlädt. Das Becken erinnert an Tinte, ein Symbol für Schreiben und Erinnerung, und verbindet so das künstlerische Erlebnis mit dem kollektiven Bewusstsein. Die Installation in Venedig, der Stadt, in der der Talmud erstmals gedruckt wurde, verleiht ihr als lebendigem, offenem und sich stetig weiterentwickelndem visuellen Text zusätzliche Resonanz. So entfaltet sich die Installation im Spannungsfeld von Präsenz und Absenz und fordert zur Auseinandersetzung mit der Erfahrung von Zeit, Erinnerung und Nachhaltigkeit auf.
Belu-Simion Fainaru, der bereits das zweite Mal Israel bei einer Biennale vertritt, ist ein israelischer Künstler, der für seine multidisziplinären Werke bekannt ist, die Skulptur, Installation, Video und partizipative Elemente verbinden. Seine Kunst erkundet Vergänglichkeit, Erinnerung und existenzielle Fragen, oft inspiriert von Literatur, Philosophie und persönlicher Mythologie.
Mehr zum Künstler und Pavillon: Belu-Simion Fainaru | Pavilion of Israel | Biennale Arte 2026
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