John McLaughlin – Werke, frei von Rundungen

Die letzten Tage schon mehrfach erwähnt: 1959 nutzen der Kunstkritiker der Los Angeles Times, Jules Langsner, und der Kunsthistoriker Peter Seltz erstmals den Begriff der ‚Harten Kante‘ – ‚Hard-Edge‘, um die spezielle Ausprägung der Abstraktionen einiger kalifornischer Maler zu beschreiben. John McLaughlin ist einer davon und wird zusammen mit anderen in Kalifornien lebenden Künstlern, wie Karl Benjamin, Lorser Feitelson und Frederick Hammersley, durch die Ausstellung „Four Abstract Classicists“ im Los Angeles County Museum of Art weithin bekannt.

Für kaum einen der Maler trifft die Bezeichnung ‚Hard Edge Maler‘ mehr zu als eben für den, 1898 in Bosten geborenen, John McLaughlin, der seine meditativen, kompositorisch sparsamen, fast schlichten Werke ab Anfang der fünfziger Jahre völlig von allen Rundungen befreit. Seine Werke vor allem sind ein gutes Beispiel für die Bemühungen der Maler der Westkünste dem malerischen Sturm und Drang des Abstrakten Expressionismus der Maler der Ostküste etwas entgegenzubringen. John McLaughlin wird zu einem der bekanntesten Westküstenmaler und Vertreter der Hard Edge Bewegung.

Nach seiner Kindheit, die er in Boston verbringt, lebt er später für drei Jahre in Japan und eröffnet nach seiner Rückkehr in den dreißiger Jahren in Boston eine Galerie für japanische Drucke. Autodidaktisch nähert er sich in diesen Jahren der Kunst, widmet sich dieser allerdings erst nach dem Zweiten Weltkrieg in Vollzeit. Während des Zweiten Weltkrieges ist er nochmals in Asien – wegen seiner in Japan erworbenen Sprachkenntnisse wird er  zum Nachrichtendienst einberufen und ist während des Krieges als Übersetzer in Japan, Burma und China unterwegs.

John McLaughlin – englischsprachige Einführung in sein Werk

Seine rigoros reduzierten geometrische Kompositionen, werden von europäischen Avantgardisten wie Kasimir Malewitsch und Piet Mondrian und von der japanischen Pinselmalerei des 15. Jahrhunderts inspiriert. Schließlich ist es auch der Einfluss des Zen-Buddhismus, der in der Formensprache von John McLaughlin’s Hard Edge Werken zu finden ist. Seine künstlerische Ausbildung machte er erst nach der oben erwähnten Ausstellung; er erlangt 1962  Master of Fine Arts am San Francisco Art Institut.

Fotos einer Reihe seiner Werke finden sich bei WIkiArt: John McLaughlin

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