Carmelo Arden Quin und die Fome Galbee

Carmelo Arden Quin wird 1913 im uruguayischen Rivera, einer Stadt an der brasilianischen Grenze, geboren. Er hatte einen Onkel, der mit kubistischen Gemälden in Uruguay bekannt wird und ihn künstlerisch beeinflusst.

1934 trifft Carmelo Arden Quin in Montevideo seinen zukünftigen Mentor, den Künstler Joaquin Torres-Garcia, damals in den Sechzigern. Joaquin Torres-Garcia ist 1934 gerade aus Europa zurückgekehrt, wo er sich ausführliche mit den Stilen von Piet Mondrian und Michel Seufor auseinandergesetzt hat: Joaquin Torres-Garcia und Michel Seufor gründeten die Cercle et Carre-Gruppe, zu der auch Piet Mondrian und Georges Vantongerloo gehörten und die sich der geometrischen und konstruktivistischen Kunst widmete.

Carmelo Arden Quin studiert bei Joaquin Torres-Garcia in Montevideo und wird von dessen konstruktivistischen und konkreten Werken, aber auch von dessen Wunsch, eine eigenständige südamerikanischen Kunst zu entwickeln, beeinflusst.

Carmelo Arden Quin, Lice, 1945
(c) Carmelo Arden Quin, (C) FairUSe
Quelle WikiArt

In den 1940er Jahren schließt sich Carmelo Arden Quin intellektuellen Schriftstellern und Künstlern in Buenos Aires an. Nach mehreren Jahren der Vorbereitung bringt er 1944 mit anderen Künstlern und Intellektuellen zusammen die Literatur- und Kunstzeitschrift Arturo heraus und verfasst wenige später das Madí-Manifest, mit dem die Madí-Bewegung ins Leben gerufen wird. Ende 1946 besucht Carmelo Arden Quin Paris und beginnt mit gebogenem Holz zu experimentieren, abwechselnd konvexe und konkave Formen, die er „Fome Galbee“ nennte und später auch zu beweglichen Holzskulpturen zusammengebaut werden. In seiner Malerei setzt er sich in diesen Jahren hauptsächlich mit Farbkombinationen auseinander.

In den fünfziger Jahren werden seine Holzskulpturen zu immer beweglicheren Mobiles und er nutzt zunehmend hochglanzpoliertes, emailliertes Holz, welches er Plastiqu Blanche nannte. Die Herstellung dieser Hölzer für die Mobiles ist sehr aufwendig, da jede Farbschicht trocknen musste, bevor eine andere aufgetragen werden kann, um die polierten Oberflächen zu erreichen. Die Auseinandersetzung mit Mobiles, konvexen und konkaven Hölzern und den polierten Oberflächen dauert bis weit in die siebziger Jahre an.

Einiger seiner Werke finden sich bei WikiArt: Carmelo Arden Quin; einige weitere auch auf den Seiten des Geometric MADI Museums in Dallas: Carmelo Arden Quin

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