Max Beckmann in Hamburg

‚Max Beckmann. weiblich-männlich‘ ist der Titel der großen Max Beckmann Ausstellung, die bis zum 24. Januar nächsten Jahres in der Hamburger Kunsthalle zu sehen ist. Max Beckmann ist neben Otto Dix, Käthe Kollwitz oder Georg Grosz einer der Hauptvertreter der sogenannten ‚Neuen Sachlichkeit‘.

Max Beckmann (1884–1950) 
Selbstbildnis Florenz, 1907
Öl auf Leinwand, 98 x 90 cm
Hamburger Kunsthalle
Dauerleihgabe Nachlass Peter und Maja Beckmann
© VG Bild-Kunst, Bonn 2020
© Hamburger Kunsthalle / bpk
Foto: Elke Walford

„’Max Beckmann. weiblich-männlich‘ untersucht die zahlreichen, oft widersprüchlichen Rollen von Weiblichkeit und Männlichkeit in den Werken von Max Beckmann (1884–1950), einem großen Künstler der Moderne und kraftvollen Interpreten seiner Zeit. Die Ausstellung befragt Beckmanns Bilder sowohl auf ihre historische Bedeutung als auf ihre Aktualität für unsere Zeit. Seine prägnanten Selbstdarstellungen, seine Doppelbildnisse mit den Ehefrauen, die repräsentativen Porträts seiner Förderer und Mäzeninnen sowie mythologische und biblische Figurenbilder machen Grundkonstanten menschlichen Zusammenseins eindrucksvoll erfahrbar: Sie zeigen Begehren, Hingabe und Widerstreit, Macht und Ohnmacht, Freiheitsdrang und Verschmelzung.

Beckmann schrieb Geschlechterrollen fest und öffnete sie zugleich, er fand Zartheit in Frauen- und in Männerfiguren, Schlagkraft in der Heldin wie im Helden. Fasziniert von den Mythen verschiedenster Kulturen, kannte er die uralte Vorstellung, dass Frau und Mann aus einem einzigen, androgynen Geschlecht hervorgingen, nach dessen Einheit man sich auf ewig zurücksehnt. Darüber hinaus las und kommentierte er zeitgenössische, bis heute diskutierte Schriften von Carl Gustav Jung und Otto Weininger, die Individualität als Verbindung von weiblichen und männlichen Anteilen erklärten. Von sich selbst zeichnete Beckmann gern das Bild eines mannhaft entschlossenen Weltendeuters, das bis heute die Wahrnehmung seines Werks dominiert und sich einem offeneren Verständnis seiner vielschichtigen Kunst entgegenstellt.“

Quelle dieser Einführung und jede Menge weiterer Informationen zur Ausstellung unter: Max Beckmann – weiblich-männlich

Viel Spaß in Hamburg!

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