Heute weiter in der Reihe zur Konkreten Kunst in Dänemark zur wichtigsten Gruppe nach dem zweiten Weltkrieg: Die Künstlergruppe „Linien II“ formiert sich 1947 und will an die 1939 aufgelöste Künstlergruppe „Linien“ anknüpfen. Während bei Linien I noch surrealistische und abstrakte Motive im Vordergrund stehen, sind es nun vorwiegend Konkrete Künstler, die sich in Linien II zusammenfinden, so etwa Ib Geertsen, Richard Mortensen, Sonja Ferlov Mancoba, Robert Jacobsen oder Albert Mertz, um nur einige wenige aufzuzählen.
Zeitgleich mit der Gründung von Linien II findet die erste Ausstellung statt. In der Tokant Gallerie in Kopenhagen stellen die Künstlerinnen und Künstler ihre Werke aus. Neben Konkreter Kunst werden dabei allerdings auch wieder eine Vielzahl von surrealistischen und abstrakten Werken gezeigt. Schon in der Ausstellung im Folgejahr dominieren dann aber konstruktivistische und konkrete Arbeiten und im Jahr 1950 veranstaltet die Gruppe die größte Ausstellung von Konkreter Kunst in Dänemark bislang.
Dänische Künstler zeigen ihre Werke ebenso wie ein Vielzahl von Werken prominenter internationaler Künstler ausgestellt werden. So sind Werke von Wassily Kandinsky, Hans Arp, Fernand Léger, Victor Vasarely und Le Corbusier zu sehen. Auch die beiden in Frankreich lebenden dänischen Künstler Richard Mortensen und Robert Jacobsen zeigen Arbeiten.
Bis zur Auflösung der Gruppe 1952 gibt es insgesamt 8 Ausstellungen. Ende der fünfziger Jahre folgen dann nochmals zwei Ausstellungen – „Linien 3, konkreter Realismus“ 1956 und „Linien igen, Linien Again“ 1958 –, bei dem auch jüngeren dänischen konkreten Künstlern eine Plattform geboten wird.
Mehr zu den Künstlergruppen Linien I und II im englischsprachigen Wikipedia: Linien – Wikipedia
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