Fredrick Hammersley – Induktion, Geometrie und Organik

Frederick Hammersley wird 1919 in Utah geboren, wächst in Idaho und San Francisco auf und studiert, zurück in Idaho, Kunst an der Universität in Pocatello. Anfang der vierziger Jahre zieht er nach Kalifornien zurück und studiert Kunst in Los Angeles. Sein Dienst im Zweiten Weltkrieg bringt Frederick Hammersley am Ende des Krieges nach Paris und in der Zeit in der er dort stationiert ist, besucht er die École des Beaux-Arts. Er lernt in Paris eine Reihe von Künstlern kennen, allen voran Pablo Picasso, Georges Braque und Constantin Brancusi, besucht ihre Ateliers und fertigt Skizzen ihre Werke an. Zurück in den USA, studiert er nochmals einige Jahre und beteiligt sich an ersten, kleineren, lokalen Ausstellungen.

Frederick Hammersley erlangt dann erstmals Mal große Anerkennung, als seine Gemälde in der wegweisenden Ausstellung ‚Four Abstract Classicists‘ gezeigt werden. Ende der sechziger Jahre zieht er nach New Mexico, und nimmt eine Lehrstelle an der Universität an, gibt diese aber bereits nach drei Jahren zurück, um sich ganz auf die Malerei zu konzentrieren. Und diese Malerei kategorisiert er streng nach drei Bereichen: ‚Induktion‘, ‚Geometrie‘ und ‚Organik‘.

Die ‚Induktion‘-Gemälde entstehen Mitte der fünfziger Jahre. Frederick Hammersley beginnt bei dieser Werksreihe mit der Festlegung einer ersten Form. Andere Formen werden sukzessive hinzugefügt, und das Ganze entwickelt sich auf ungeplante Weise weiter. Frederick Hammersley erklärt den Aufbau der Bilder so: „Meine Malerei beginnt mit einer Ahnung, ohne Plan, ohne Theorie, nur mit dem Gefühl, eine Form zu schaffen. Diese Form bestimmt, was und wohin die nächste gehen wird, und so weiter …“

Frederick Hammersley, Up WIthin, 1958,
Quelle: WikiArt, (c) FairUse

‚Geometrie‘ sind strukturierte Kompositionen scharfer geometrischer Formen, die zu Beginn der sechziger Jahre entstehen und bis Mitte der neunziger Jahre von Frederick Hammersley immer wieder weitergeführt werden. Obwohl strenger komponiert als ‚Induktionen‘, behalten die ‚Geometrie‘-Werke dennoch ein gewisses Maß an Verspieltheit bei. Eine gerasterte Leinwand kann Abschnitte haben, die durch Diagonalen oder Bögen unterteilt sind. Die Dreiecke, Quadrate und anderen geometrischen Formen verbinden sich zu ineinandergreifenden Beziehungen und schaffen eine rhythmische Komposition mit austauschbaren positiven und negativen Räumen.

‚Organik‘ bestehen aus frei geschwungenen Formen, die von der Natur inspiriert sind. Diese Arbeiten, die vor allem in den achtziger und 2000er Jahre entstehen, sind weicher in den Formen, Farben und Kontrasten.

Den Nachlass des Künstlers verwaltet die Hammersley Foundation. Auf ihrer Webseite finden sich jede Menge weitere Informationen zum Künstler und seinen Werken: Frederick Hammersley

Quelle des obigen Zitates und eine Diashow einiger seiner Werke im Archiv der Los Angeles Times

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