Eberhard Fiebig – Tensegrity Konstruktionen, Faltungen und Tore

In den sechziger Jahre gelingt dem freischaffenden Künstler Eberhard Fiebig mit Faltungen aus Stahlblech der internationale Durchbruch. Zuvor verdiente er sich seinen Lebensunterhalt zunächst als Holzfäller, fliegender Händler und Chemielaborant. Erste Skulpturen entstehen bereits Ende der vierziger Jahre, aber erst 1960 – mit dreißig Jahren – entscheidet Eberhard Fiebig sich endgültig für eine Künstlerkarriere und gibt seinen Job in einem Chemielabor auf.

Er begeistert sich für die sogenannten Tensegrity-Konstruktionen des US-amerikanischen Architekten Richard Buckminster Fuller. Tensegrity Konstruktionen oder -skulpturen bestehen aus stabilen Stäben, die sich untereinander nicht berühren, sondern nur durch Zugsystem – beispielsweise Seile – miteinander verbunden sind. Die Stäbe und Seile halten die Konstruktion in Position und bilden ein geschlossenes System. Das Besondere dabei ist, dass sich dabei die Konstruktionen durch Zug und Druck selbst stabilisieren, wobei auf Seile Zugspannungen wirken.
(wer tiefer einsteigen möchte sei auf folgendes pdf-Dokument verwiesen: Tensegrity)

Mitte der sechziger Jahre – inzwischen lebt Eberhard Fiebig in Frankfurt und studiert dort auch Philosophie – beginnt er mit den Faltungen aus Stahl. Zu seinen Grundformen, die er fortan immer wieder variieren wird, gehören Knoten, Tore und Säulen. Zahlreiche seiner Stahlskulpturen finden ihren Weg in den öffentlichen Raum, insbesondere in Frankfurt am Main und in Kassel. Dazu zählt insbesondere das Tor des Irdischen Friedens (1987), Portal der Universität Kassel:

Eberhard Fiebig, Tor des irdischen Friedens, 1987
Sputnik mirKs uni moenchebergCC BY 3.0

Von Mitte der seibziger Jahre bis 1995 ist Eberhard Fiebig als Professor an der Kunsthochschule in Kassel tätig. In den achtziger Jahren gründet er das Atelier art engineering, welches sich auf die rechnergestützte Konstruktion von Stahlskulpturen konzentriert. In den letzten Jahren entstehen dort vor allem auch Plastiken aus additiven Fertigungsverfahren (3D-Druckern).

Mehr zu den Plastiken aus dem 3D Drucker unter: Eberhard Fiebig. Mehr zum Leben und Werk des Künstlers auf der Webseite des Ateliers art engineering

2 Gedanken zu “Eberhard Fiebig – Tensegrity Konstruktionen, Faltungen und Tore

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s