Henryk Berlewi : Ikonographie, Konstruktivismus, Op-Art, …

Ein weiterer wichtiger Vertreter des polnischen Avantgarde in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts ist Henryk Berlewi. er studiert zunächst in Warschau, später in Antwerpen und zuletzt wieder in Warschau Kunst.

Die Studienzeit ist geprägt von engen Beziehungen zur jüdischen Gemeinde in den Universitätsstädten. Das thematische Repertoire seiner Gemälde und Zeichnungen wird in dieser Zeit von Motiven aus der jüdischen Kultur dominiert – Henryk Berlewi versucht eine moderne, nationale Ikonographie zu schaffen.

Anfang der zwanziger Jahre kommt es zu einem Umdenken, ausgelöst durch Treffen mit dem Konstruktivisten El Lissitzky, der Henryk Berlewi eben den Konstruktivismus und den Suprematismus näherbringt. Henryk Berlewi widmet sich fortan der für ihn reinen Kunst, frei von nicht-künstlerischer Ideologie. Inzwischen wohnhaft in Berlin, schließt er sich den Avantgardekreisen an und trifft anderem Theo van Doesburg, Laszlo Moholy-Nagy und Mies van der Rohe. Er stellt zusammen mit der linken Novembergruppe in der Großen Berliner Kunstausstellung aus und nimmt auch am Kongress der progressiven Künstler in Düsseldorf teil, wo er in Kontakt mit Kurt Schwitters kommt.

Henryk Berlewi, Mechano-Faktura Konstruktion, 1924
(c) Henry Berlewi, FairUse
Quelle: WikiArt

Inspiriert von der Verwendung nicht traditioneller Materialien (Zeitungen, Glas, Sand, Holz) in Kurt Schwitters dadaistischen Collagen sowie der Ästhetik des russischen Konstruktivismus und des niederländischen Neoplastizismus entwickelte Henryk Berlewi 1923 eine ursprüngliche ‚Theorie der Mechanofaktur‘.

Henryk Berlewi ist einer der umtriebigsten Künstler der polnischen Avatgarde der zwanziger Jahre. Er ist Mitglied der polnischen ‚Blok‘ Gruppe von Kubisten, Konstruktivisten und Suprematisten, dann wieder widmet er sich der Portraitmalerei oder malt Akte im Stil des Realismus. Erst in den fünfziger Jahren kehrt er zu den Prinzipien seiner Theorie zurück und fällt erneut in die Kategorie der abstrakten Kunst. Henryk Berlewi gilt als Vorläufer der Op-Art Bewegung: Die Vertikalen und Horizontalen seiner Werke, die Kreise und ihre Segmente, die Rechtecke und die Quadrate in seinen späten Gemälden bilden perfekt ausbalancierte Kompositionen.

Zur ‚Theorie der Mechanofaktur‘ in den kommenden Tagen mehr. Hier schon mal der Verweis auf die Webseiten des Archives mit jede Menge weiterer Informationen zum Künstler: Henryk Berlewi

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