Die „Kleinkamera Werner Graeff“

Werner Graeff ist das jüngste Mitglied der De Stijl Gruppe. Mit nur zwanzig Jahren tritt er 1921 der Künstlergruppe bei und wird schnell zu einem angesehenen und innovativen Vertreter der Gruppe. Mitte der zwanziger Jahre engagiert Mies van der Rohe den jungen Künstler als Pressechef für die Werkbundausstellung in der Stuttgarter Weißenhofsiedlung.

Ende der zwanziger Jahre entdeckt Werner Graeff die Themen Fotografie und Film für sich und es entstehen dann eine ganze Reihe von Publikationen zu diesen Themen. Zunächst hilft er bei der Vorbereitung der Werkbundausstellung „Film und Foto“ mit und bringt zu deren Eröffnung das Buch ‚Es kommt der neue Fotograf‘ heraus, welches bis heute als eine wegweisende Publikation für die Fotografie gilt.

In den dreißiger Jahren veröffentlicht Werner Graeff erste Lehrbücher zu Fotografie, beginnt Fotografie zu unterrichten und startet seine eigene Fotoschule in Berlin. 1934 emigriert er nach Spanien und unterrichtet auch dort Fotografie. Hinzu kommen nun Entwürfe für Filmarchitekturen für spanische Filmemacher. 1936 flieht er vor dem spanischen Faschismus in die Schweiz. Dort beginnt wiederum Fotolehrbücher zu verfassen und leitet ab 1940 die Fotoschule in Locarno.

Ende der vierziger Jahre entwickelt Werner Graeff eine der ersten Minikameras der Welt – die sogenannte „Kleinkamera Graeff“.

„Die Kleinkamera“ Graeff“ wiegt nur 40 Gramm.
Sie ist halb so groß wie ein Paket Zigaretten.
Sie hat einen ganz neuen Schlitzverschluß sicherer Bauart.
Verschluß-Aufzug und Bildtransport sind gekuppelt. Wer Lust hat, die Kamera eigenhändig zu bedienen, ist nicht einmal gezwungen abzulegen, was er in der anderen Hand trägt.“

aus: „Werner Graeff. Ein Pionier der Zwanziger Jahre“, Marl 1980

Ab 1950 beginnt er dann – auch ermutigt durch seine Freund Willy Baumeister, über den er bereits in den zwanziger Jahren ein Buch schreibt – erneut zu malen.

Viele interessante Hintergründe und Auszüge aus den diversen Publikationen von Werner Graeff finden sich auf den Webseiten des Künstlers: Werner Graeff

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