Emilio Prini und die Komplexität von Realität und Wahrnehmung

Die Fondazione Merz in Turin, die den Nachlass des Arte Povera Künstlers Mario Merz verwaltet, veranstaltet immer wieder auch Ausstellungen anderere Künstler aus dem Umfeld von Mario Merz und der Arte Povera Bewegung. So war Ende letzten Jahres eine Ausstellung von Werken von Emilio Prini zu sehen.

Aussetllung Emilio Prini in der Fondazione Merz

Emilio Prini ist einer der Künstler, der 1967 an der ersten Arte Povera Ausstellung teilnimmt. Der Kunstkritiker und Kurator Germano Celant lädt ihn und fünf weitere italienische Künstler in seiner Heimatstadt Genua zu einer Ausstellung ein, die den Titel ‚Arte povera e IM spazio‘ (Arme Kunst und IM Raum) trägt. Diese Ausstellung gilt als Startschuss für die Arte Povera.

Emilio Prini wird 1943 in Stresa am Lago Maggiore geboren. Künstlerisch in Erscheinung tritt er ab Mitte der sechziger Jahre mit Werken, bei denen er Fotografie, Töne und geschriebene Texte verwendet, um die Wahrnehmung und Erfahrung des Betrachters herauszufordern. In seiner 1967 gestarteten Perimetro-Serie platziert er beispielsweise durch Schall aktivierte Neonlichter an den Enden und in der Mitte eines Raums so, dass ein Betrachter die Arbeit selbst aktivieren und damit ein vermeintlich besseres Gefühl für die Umgebung gewinnen kann.

Aufgrund seiner Besorgnis über die Komplexität von Realität und Wahrnehmung ließ er einen Großteil seiner Werke undokumentiert zurück, so dass seine Kunst im Moment der Entstehung erlebt wird und nicht später durch veraltete Erinnerungen entstellt wird.

Er wird zu einem Hauptvertreter der Arte Povera, nimmt an vielen wichtigen nationalen und internationalen Kunstausstellungen teil, so der documeta X oder der Biennalen in Venedig.

Eine englischsprachige Einführung in das findet sich bei Flash art: Emilio Prini

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