Oskar Schlemmer am Bauhaus

Gestern habe ich über die Oskar Schlemmer Ausstellung in Gotha geschrieben und mich anschließend noch einmal in das Wirken von des schwäbischen Künstlers vertieft.
Seine vielleicht bekanntesten Werke sind die ab 1920 entstehenden Figuren für das „Triadische Ballett”, das 1922 in Stuttgart – übrigens der Heimatstadt von Oskar Schlemmer – erstmalig aufgeführt wird und die „Bauhaustreppe“, ein Gemälde aus dem Jahre 1932. Zwischen dem Triadischen Ballett und der Bauhaustreppe liegen Oskar Schlemmers Jahre am Bauhaus:

Figuren des Triadischen Balletts in der Staatsgalerie Stuttgart

Im Januar 1921 wird Oskar Schlemmer als einer der ersten Meister durch Walter Gropius an das Staatliche Bauhaus in Weimar berufen. Er leitet als Formmeister zunächst die Wandmalereiabteilung und gibt Unterricht in Aktzeichnen. Im Jahr danach leitete er die Steinbildhauerei, die Holzbildhauerei und interims weise auch die Metallwerkstatt. Von 1923 bis 1929 ist er am Bauhaus Weimar und am Bauhaus Dessau Leiter der Bühnenwerkstatt. Dazwischen unterrichtete er auch noch Figurenzeichnen und tourt mit der von ihm geleiteten Bauhausbühne durch Deutschland.

1929 verlässt er schließlich das Bauhaus und nimmt eine Professur
an der Akademie für Kunst in Breslau an; ab 1932 unterrichtet er in Berlin. Ende der dreißiger Jahre kehrt er zurück nach Stuttgart und arbeitet dort als Maler. Seine Kunst wird von den Nationalsozialisten als entartet verfemt und ihm bleibt nicht anderes übrig, als durch das Anstreichen von Kasernen mit Tarnanstrichen sein Geld zu verdienen. In den frühen vierziger Jahren arbeitet Oskar Schlemmer zunächst noch für die Wuppertaler Lackfabrik Dr. Herberts, für die auch zahlreiche weitere Künstlerkollegen wie Willi Baumeister, Gerhard Marcks und Georg Muche tätig sind. Sein Gesundheitszustand verschlechtert sich allerdings schnell und Oskar Schlemmer stirbt 1943 in Baden-Baden.

Mehr zu Oskar Schlemmer am Bauhaus unter: Oskar Schlemmer – 1921–1929 Meister am Bauhaus

6 Gedanken zu “Oskar Schlemmer am Bauhaus

      • Ich habe auch andächtig davor gestanden, als wir vor vielen Jahren zum ersten Mal in der Staatsgalerie waren. Es wurde inzwischen ja auch an etlichen Bühnen neu aufgeführt.

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