Leuppi und Lohse gründen die Allianz

In den dreißiger Jahren entwickelt sich an der Kunstgewerbeschule in Zürich eine Konkrete Kunst Strömung, die als „Zürcher Schule der Konkreten“ bekannt wird und in der Folge weltweit wirkt. Über diese Zürcher Schule habe ich in diesem Blog schon das Eine oder Andere zusammengetragen.

Parallel entsteht der Wunsch einiger Künstler der Schule der Zürcher Konkreten, sich fester in einer Künstlergruppe zusammen zu schließen und schon im Jahre 1934 initiiert Leo Leuppi „… einen lockeren Künstlerverbund, die Groupe Suisse Abstraction et Surréalisme. Nicht eine gemeinsame Kunstrichtung motivierte den Zusammenschluss, sondern die Notwendigkeit, den modernen Tendenzen durch ein geschlossenes Auftreten bei den kulturellen Institutionen und Künstlerverbänden eine größere Durchsetzungskraft zu verschaffen. Durch unermüdlichen Einsatz erreichte Leuppi es schließlich, die fortschrittlichen Schweizer Künstler in der Ausstellung Zeitprobleme in der Schweizer Malerei und Plastik 1936 einer grösseren Öffentlichkeit vorzustellen. Ein Jahr nach dieser Manifestation im Kunsthaus Zürich gründete er zusammen mit Richard Paul Lohse eine neue Künstlervereinigung, die er schlicht Allianz nannte. 1938 organisierte er in der Kunsthalle Basel die Ausstellung Neue Kunst in der Schweiz und publizierte 1940 zusammen mit Lohse den rund hundert Seiten umfassenden Almanach neuer Kunst in der Schweiz mit zahlreichen Abbildungen von Werken der meisten Allianz-Mitglieder sowie Textbeiträgen von Max Bill, Le Corbusier, Alfred Roth und dem Kunsthistoriker Siegfried Giedion sowie einem eigenen Beitrag zum Thema Abstraktion – Konkretion.“

Quelle: Birgit Blass-Simmen, „Leuppi, Leo“ [1998, aktualisiert 2011], in: SIKART Lexikon zur Kunst in der Schweiz, http://www.sikart.ch/kuenstlerinnen.aspx?id=4023407, Zugriff vom 31.10.2017

In der Folge organisiert Leo Leuppi in den vierziger und Anfang der fünfziger Jahren immer wieder Ausstellungen für die Gruppe, bis dann 1954 allerdings im Kunsthaus Zürich die letzte gemeinsame Ausstellung der Allianz stattfindet. Leo Leuppi tritt als Präsident der Gruppe zurück und die Gruppe löst sich auf.

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