Francesco Clemente im Schloss Derneburg

Vorgestern habe ich Francesco Clemente hier vorgestellt. Eine Reihe der Werke des bedeutenden Mitgliedes der Transavanguardia Bewegung sind bis zum 7. April nächsten Jahres im Kunstmuseum Schlosss Derneburg bei Hildesheim zu sehen. Die Ausstellung trägt den Titel: ‚Self Portraits as the Twelve Apostles‚ – gezeigt werden zwölf Selbstporträts in denen Francesco Clemente sich jeweils als einen der Zwölf Apostel Jesu darstellt. In dieser Serie manifestiert sich Francesco Clementes umfangreiche Selbstporträtmalerei und seine Spiritualität in einem biblischen Narrativ. 

Francesco Clemente
Self-Portrait as Judas, 2011
Oil on canvas
48 x 43 in. (122 x 109 cm)
Courtesy the artist and Vito Schnabel Gallery
© the artis

Francesco Clemente wird 1952 in Neapel geboren. Mit seiner einzigartigen Bildsprache ist er einer der markantesten Vertreter der neo-expressionistischen Bewegung der Siebziger- und Achtzigerjahre. Francesco Clementes fünfzigjährige Laufbahn beginnt mit dem Studium in Rom, wo er in Kontakt mit seinem Mentor Alighiero Boetti kommt und Arbeiten von Künstlern der Arte-Povera-Bewegung kennenlernt. 1973 reist Francesco Clemente erstmals nach Indien, wo er später ein Atelier in Madras aufbaut. 1982 übersiedelt er nach New York. Er kombiniert die Einflüsse seiner süditalienischen Herkunft mit einem großen Interesse für nicht-westliche Kulturen, etwa das Studium religiöser Texte und Folkloretraditionen in Indien. Dabei ist Francesco Clementes hingebungsvolle Arbeit an der Figur in verschiedenen Medien bekannt für ihren spirituellen Symbolcharakter und ihre schwer greifbare Sinnlichkeit.

In der Erforschung von Identität und Selbst befasst Francesco Clemente sich immer wieder mit dem Porträt seiner selbst. In seinen Selbstporträts übernimmt Francesco Clemente die kanonischen Attribute der neutestamentlichen Apostel und proklamiert gemäß einem Zitat des Theologen Emanuel Swedenborg „eine Flamme der Liebe für sich selbst und die Welt“. Die Geschichte von Schloss Derneburg, das ursprünglich ein Kloster und später Künstlerhaus und Atelier war, kann als Rahmen für diese Ausstellung kaum passender sein. Ab dem 12. Jahrhundert siedeln sich in Derneburg verschiedene religiöse Orden an, beginnend mit den Augustiner-Chorherren, die hier ab 1143 eine Abtei errichten.

Quelle dieser Einführung und alle Informationen zu Ausstellung im Kunstmuseum Schlosss Derneburg: Francesco Clement – Self Portraits as the Twelve Apostles

Viel Spaß in Derneburg!

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5 Antworten zu „Francesco Clemente im Schloss Derneburg“

  1. Avatar von christinenovalarue
    christinenovalarue

    💛

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  2. Avatar von versspielerin

    danke für deine immer interessanten beiträge! 🙂
    [mal eine frage, weil ich es bei dir hier auch sehe, statt jeglicher blogger/ autorennamen, auch in den kommentaren, und selbst statt des eigenen, erscheint nur noch eine „[1]“ – hast du da eine erklärung für? eine neue einstellung? oder ein fehler bei wp??]
    lg, diana

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    1. Avatar von versspielerin

      hat sich offenbar wieder „repariert“ 😉

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  3. Avatar von 100 Country Trek

    Can you follow my blog

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  4. Avatar von Lars - Arte Concreta

    Hallo Diana, da habe ich tatsächlich keine Erklärung dafür …bin aber auch alles andere als ein Fachmann 😉 Lieber Grüße Lars

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