Künstlerbewegung CoBrA in Mannheim

Die Kunsthalle Mannheim zeigt bis zum 5. März kommenden Jahres Werke der Künstlergruppe CoBrA. Die Ausstellung trägt den Titel ‚Becoming CoBrA“

Der Name der Künstlerbewegung CoBrA setzt sich aus den Anfangsbuchstaben der Städte Kopenhagen, Brüssel und Amsterdam zusammen, aus denen die Gründungsmitglieder stammen. Dänemark ist dabei der Schauplatz, an dem sich Künstlerinnen und Künstler wie Asger Jorn, Ejler Biller, Else Alfelt oder Henry Heerup bereits ab Mitte der 1930er-Jahre mit wesentlichen Themen der späteren CoBrA-Bewegung auseinandersetzen. Inspirationsquellen der Kunstschaffenden waren, neben der Kunst außereuropäischer Kulturen, die skandinavische Mythologie, die Direktheit der so genannten ‚Art Brut‘, aber auch die Kunst von Kindern. Der Bezug zur Giftschlange Kobra steht darüber hinaus für den progressiven Ansatz der Gruppe, sich gegen die akademischen und gesellschaftliche Konventionen der Zeit abzugrenzen.

Sonja Ferlov Mancoba, Komposition / Composition, 1938,
Kunstmuseum Brandts, Odense, © Estate Ferlov Mancoba and Galerie Mikael Andersen, Copenhagen; VG Bild- Kunst, Bonn 2022; Photo: Bent Hesby

In der unmittelbaren Nachkriegszeit bauen die dänischen Künstlerinnen und Künstler schnell Kontakt zu Kunstschaffenden wie Pierre Alechinsky, Karel Appel oder Madeleine Kemény-Szemere und Zoltán Kemény auf, die sich unabhängig von ihnen mit ganz ähnlichen Fragestellungen beschäftigen. Schnell schließen sich Künstlerinnen und Künstler aus Tschechoslowakei, Frankreich, Schottland, Schweden, Ungarn, aber auch aus Deutschland der Gruppe an.

Es gab zwar landesspezifische Unterschiede, man war sich aber in wesentlichen Punkten einig über Ziele und Programmatik. Als zentral erwiesen sich die Kriegserfahrungen und damit einhergehend das Fehlen einer sich frei entwickelnden Kunstszene. „Insofern ist es nicht verwunderlich, dass es den Künstler*innen um Freiheit, Revolution und Distanz zu künstlerischen wie gesellschaftlichen Konventionen ging“, so Kuratorin Christina Bergemann. Formal verband die Künstler*innen eine expressive spontane Malweise und die Freude an reinen Farben.“

Quelle dieser Einführung und alle Informationen zur Ausstellung in der Kunsthalle: Becoming CoBrA; eine bemerkenswerte Einführung in das internationale Netzwerk zwischen den Künstlern und Künstlerinnen, deren Biographien sowie deren Verbindungen zu den wichtigsten Vorgängerkollektiven von CoBrA findet sich hier: Netzwerk CoBrA

Viel Spaß in Mannheim!

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