Schön genau – Konkrete Kunst in Heidenheim

‚SCHÖN GENAU – Konkretes aus der Sammlung‘, so der Titel einer Ausstellung im Kunstmuseum Heidenheim, die noch bis zum 26. Februar kommenden Jahres zu sehen ist. Die Ausstellung zeigt Werke der Konkreten Kunst aus den Beständen des Museums und ergänzt damit eine parallel stattfindende Ausstellung mit Werken der belgischen Künstlergruppe Lab[au].

Rupprecht Geiger
Silber und Gelb auf Weiß, 1968, Serigrafie
Kunstmuseum Heidenheim
© VG Bild-Kunst, Bonn 2022

„Konkrete Kunst, ein Begriff, der auf den niederländischen Künstler Theo von Doesburg zurückgeht, kann als Fortführung einer Entwicklung gesehen werden, die sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts vollzog. Die bildenden Künste entfernten sich zunehmend von der detailgetreuen Wiedergabe der sichtbaren, materiellen Welt. Diese wurde vielmehr auf Wesentliche reduziert. Kunstschaffende dieser als Abstraktion bezeichneten Richtung malten weiterhin Maschinen, Landschaften, Menschen und Tiere, lösten sie jedoch in farbigen Flächen oder expressiven Pinselstrichen auf.

Die Konkrete Kunst ging über diese Ansätze hinaus beziehungsweise führten sie sie weiter. Mathematische Ordnungen, das Spiel mit geometrischen Mustern und die Erforschung von Farbklängen und -kontrasten waren Prinzipien konkret arbeitender Künstlerinnen und Künstler. Ihre Darstellungen stellten nicht dar und hatten auch keine symbolische Bedeutung, keine Referenzen auf Materielles mehr. Ein farbiges Quadrat, ein schwarzer Kreis oder ein Feld aus Linien sagten nicht mehr als das, was man sah.

Damit verbunden war die Idee einer demokratischen oder besser universellen Kunst, die von allen Menschen ohne Rücksicht auf Herkunft oder Bildung verstanden werden konnte.

Dieser Umstand mag auch erklären, warum nicht mehr notwendigerweise zwischen Gattungen unterschieden werden musste. Grafik-, Möbel- und Objektdesign, Architektur und bildende Kunst näherten sich, da die Prinzipien von Geometrie und Reduktion auf viele Bereiche anwendbar waren.

Neben bekannten Vertretern der Konkreten Kunst, wie Günter Fruhtrunk, Rupprecht Geiger, Birte Horn, Johannes Itten, Anton Stankowski oder Beat Zoderer, sind in der Ausstellung auch Werke regionaler Kunstschaffenden zu sehen,“

Quelle dieser Einführung und alle Informationen zur Ausstellung in der Broschüre zum Download: SCHÖN GENAU

Viel Spaß in Heidenheim!

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