Kein Tag ohne Linie. Werke aus der Sammlung Marli Hoppe-Ritter in Waldenbuch

Das Museum Ritter in Waldenbuch präsentiert bis zum 24. April nächsten Jahres Sammlungsstücke zur Linie in der abstrakten Kunst. Zu sehen sind Konstruktionslinien und Linienraster, Maßlinien und Flächenteilungen, Schrift-Bilder und Bewegungslinien sowie Plastiken, Objekte und Installationen. Die Ausstellung spannt einen Bogen von den Vertretern der konstruktivistischen Avantgarde über die Op Art zu zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern wie Serena Amrein, Leo Erb, Katharina
Hinsberg und Vera Molnar.

François Morellet, Confrontation n° 2, 2015 © VG Bild-Kunst, Bonn 2021, Foto: Franz Wamhof

„Ein erster Entwurf, eine kleine Skizze, ein notierter Gedanke: Als Ursprung einer jeden künstlerischen Idee gilt die Linie, mit Feder oder Bleistift auf Papier fixiert. Jedoch auch jenseits der klassischen Zeichnung eröffnet die Linie, dieses schlichte grafische Element, ein breites gestalterisches Spektrum. Anhand von Werken aus der Sammlung Marli Hoppe-Ritter werden die vielen Facetten des Linearen vor Augen geführt.
Das Nachdenken über das Wesen der Linie als eigenständiges bildnerisches Mittel setzte mit den Anfängen der Abstraktion ein. Paul Klee, der sein Schaffen der Losung „Kein Tag ohne Linie“ (Plinius d. Ä.) verschrieb, verstand die Linie als unmittelbare Spur eines in Bewegung geratenen Punktes und verglich die Genese einer Zeichnung mit einem Spaziergang durch die freie Natur. Auch für die Vertreter der konstruktivistischen Avantgarde wurde die Linie zu einem zentralen Gestaltungselement. Anders als Klee verfolgten diese jedoch einen wissenschaftlich-technischen Ansatz: Sie etablierten die mathematisch exakte Linie auf der Bildebene und in raumdurchdringenden Konstruktionen.
Die Linie macht einen ästhetischen Spielraum auf, der vom Ausdruck der subjektiven Künstlerhandschrift bis hin zu dem höchster mathematischer Exaktheit reicht: Sie begrenzt, konturiert, zeichnet auf und protokolliert das Zeitliche, sie gliedert ein Gerüst oder definiert ein Feld, und nicht zuletzt lassen sich mit der Linie raumdynamische Effekte erzeugen.“

Quelle dieser Einführung und alle Informationen zur Ausstellung in Waldenbuch: Kein Tag ohne Linie. Werke aus der Sammlung Marli Hoppe-Ritter

Viel Spaß in Waldenbuch!

3 Gedanken zu “Kein Tag ohne Linie. Werke aus der Sammlung Marli Hoppe-Ritter in Waldenbuch

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