In einer lesenswerten Einführung im Katalog zur Ausstellung ‚Victor Vasarely: Im Layrinth der Moderne‘ im Städel Museum Frankfurt, würdigt Martin Engler die Leistungen, aber auch die Grenzen des ungarischen Künstler:
„Victor Vasarely kann heute als eine der zentralen Künstlerfiguren des 20. Jahrhunderts wiederentdeckt werden, deren Bildsprache sich im kollektiven Gedächtnis festgesetzt hat, ohne noch wirklich ihren Platz gefunden zu haben. Mit der rasanten Verbreitung seines Werks in Form von Multiples und Auflagenwerken war Vasarely während einer begrenzten kunsthistorischen Zeitspanne allgegenwärtig. Doch die Popularität, auf die er im Sinne einer Demokratisierung der Kunst zielte, machte diese zugleich auch im Überfluss verfügbar. Seine Kunst wurde im besten wie schlechtesten Sinne alltäglich, zum Teil der Populärkultur – was zwingend zum Verlust ihrer Einzigartigkeit führen musste. So formulierte er in der unmittelbaren Zeitgenossenschaft der Neo-Avantgarden noch einmal und wohl zum letzten Mal das Narrativ der frühen Avantgarden: jenen revolutionären Utopismus, der bei Vasarely allerdings das Scheitern schon in sich trug, jene ‚begrenzte Wirkung der historischen Avantgarden‘.“
Quelle: Engler, M.: ‚Victor Vasarely – Von Avantgarden und Abgründen“, in:‘ Vasarely – im Labyrinth der Moderne‘, Verlag für Moderne Kunst, Wien, 2018, S. 16

© Axel Kirch / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons), Bonn-rechtsfakultaet-22032015-02, CC BY-SA 4.0
Irgendwann einmal mehr zur Op-Art von Victor Vasarely. In den kommenden Tage einige Künstler, die ebenfalls die geometrische Kunst und die Op-Art prägten, auch wenn sie nie die Berühmtheit von Victor Vasarely erreicht haben.
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