Claude Monet in Potsdam

Vor einigen Wochen habe ich die digitalen Angebote des Museums Barberini in Potsdam vorgestellt und dabei insbesondere auf die digitale Einführung in die Monet-Ausstellung verwiesen (Digitales Angebot – Claude Monet). Inzwischen ist das Museum wieder geöffnet und die Monet Ausstellung – ein absolutes Highlight im Ausstellungsjahr 2020 in Deutschland – verlängert. „Monet. Orte“ läuft bis zum 19.07.!

Die Werkschau spürt anhand von über 100 Gemälden den Orten nach, aus denen Claude Monet seine Inspiration bezieht – von Paris und den Seine-Dörfern bis zu Reisezielen wie London oder Venedig.

Claude Monet, Verschneiter Getreideschober in der Sonne, 1891,
Privatsammlung, (c) Museum Barberini

„Die Schau versammelt zahlreiche Schlüsselwerke aus sämtlichen Schaffensphasen. Sie ist die erste Ausstellung, die Monets künstlerischen Werdegang im Hinblick auf seine Ortswahl und sein Ortsbewusstsein in den Blick nimmt. Der Ort war für Claude Monet (1840–1926) von entscheidender Bedeutung. Hier traf das von Wetter, Jahres- und Tageszeiten abhängige Licht auf die Landschaft. Hier ging er dem flüchtigen Spiel atmosphärischer Phänomene nach – dem, was zwischen ihm und dem Motiv lag. Dabei machte er es sich nicht einfach: Immer wieder suchte er gezielt Ansichten, deren malerische Umsetzung eine Herausforderung war, vom gleißenden Licht der Riviera bis zur windgepeitschten Atlantikküste im Norden Frankreichs. Die Ausstellung Monet. Orte zeigt, welche
Strategien der Künstler bei der Wahl seiner Wohnorte und Reiseziele verfolgte.

Schon früh hatte sich Monet der Freilichtmalerei zugewandt. Er malte nicht wie damals üblich nur vorbereitende Ölskizzen, sondern auch ausgearbeitete Gemälde unter freiem Himmel. Monet spürte dem genius loci, der Aura, die einem bestimmten Ort innewohnt, nach. Zugleich wollte er immer sein Erlebnis des Moments am Ort erfassen. Obwohl die Gemälde im Lauf seines Lebens zunehmend abstrakter wurden, beruhten sie auf Beobachtung und blieben an der Wirklichkeit orientiert.
Immer wieder sprach Monet von seinem Bedürfnis, zunächst in eine Landschaft eintauchen, ein Gespür für eine neue Gegend entwickeln zu müssen, bevor er sie auf die Leinwand bannen konnte. Anders als das Klischee der impressionistischen Malerei als spontaner Eindruck vermuten lässt, ging Monet zielgerichtet und methodisch vor.“

Quelle dieser Einführung und alle Informationen zur Ausstellung im Museum Barberini: Monet. Orte

Viel Spaß in Potsdam!


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