Oskar Kokoschka in Zürich

Der Österreicher Oskar Kokoschka ist einer der bedeutendsten Expressionisten des zwanzigsten Jahrhunderts. Das Kunsthaus Zürich widmet ihm bis zum 10.03. eine große Ausstellung mit einigen gang besonderen Werken, wie dem monumentale Triptychon «Die Prometheus Saga» sowie dem vier Meter langen «Wandbild für Alma Mahler», welche noch nie in der Schweiz zu sehen waren.

Oaskar Kokoschka im Kunsthaus Zürich

„Oskar Kokoschka (1886–1980) gehört mit Francis Picabia und Pablo Picasso zu jener Malergeneration, die an der gegenständlichen Malerei festhielt, als die Abstraktion nach dem Zweiten Weltkrieg ihre Dominanz etablierte. Dass heute die gegenstandslose Malerei und die Figuration ohne ideologische Grabenkämpfe nebeneinander praktiziert werden können, ist auch ihr Verdienst. Künstler der Gegenwart berufen sich insbesondere auf Kokoschka. Seine expressionistische Malweise nehmen Nancy Spero, Georg Baselitz, Herbert Brandl und Denis Savary ex- oder implizit zur Inspirationsquelle. Sie schätzen die gestische Artikulation seines Pinselstrichs, loben den weltoffenen Charakter des Wieners oder teilen die pazifistische Haltung, die Kokoschkas Werk, sein Leben und Vermächtnis prägen. …

Im Exil in England wurde Kokoschka zum unbeugsamen Kämpfer für Freiheit, Demokratie und Menschenrechte; ein Humanist, der in seinen Werken Landschaften und Kindern ebenso einen Platz einräumt wie mythologischen Gestalten und Metaphern, die gegen Kriegsgräuel und für die Kraft der Liebe und die Schönheit der Natur stehen. Es ist diese eigenständige, künstlerische Sprache des politischen Protests, die Kokoschka unverwechselbar macht.“

Der zeitlebens an der Figuration festhaltende Expressionist Oskar Kokoschka, der eine «Schule des Sehens» gründete, die bis heute in Salzburg fortbesteht, galt damals vielen als antimodern – tatsächlich kämpfte er für einen demokratischen Zugang zu Bildung und für eine offene Gesellschaft.

Quelle dieser Einführung und alle Informationen zur Ausstellung im Kunsthaus Zürich: Oskar Kokoschka. Retrospektive

Wer es nicht zur bestimmt sehenswerten Ausstellung schafft, dem sei mit einem kleinen Film zur Ausstellung geholfen – hier der Link zur Webesite des Schweizer Fernsehens, die sich mit der Ausstellung befasst: Rundgang – Oskar Kokoschka

Viel Spaß!

2 Gedanken zu “Oskar Kokoschka in Zürich

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