Neoplastizismus oder die ideale Kunst

Die Idee des Neoplastizismus ist tatsächliche die Idee einer idealen Kunst, deren Elemente auf das Wesentliche reduziert sind: nur Primärfarben, schwarz, weiß, Quadrate, Rechtecke, gerade, vertikale und horizontale Linien.

Der Neoplastizismus ist ein Fundament der Konkreten Kunst.

Piet Mondrian – Begründer des Neoplastizismus in der Kunst – wird berühmt mit seine roten, gelben oder blauen, quadratischen oder rechteckigen Farbfeldern, umrahmt von einem schwarzen Gitter aus vertikalen und horizontalen Linien auf einem weißen Grund. Erstmals beschreibt Mondrian den Neoplastizismus in einem Essay, dass den Titel „Le Néo-Plasticisme“ trägt und über mehrere Ausgaben hinweg im Magazin der Künstlergruppe De Stijl ab 1920 erscheint.

Piet_Mondriaan,_composition_No__IV,_with_Red,_Blue_and_Yellow,_1929

Piet Mondrian, Komposition Nr. IV, mit rot, blau und gelb, 1929

Selbstverständlich hat Mondrian und sein Neoplastizismus die De Stijl Künstler beeinflusst! Mondrian ist Mitbegründer dieser Künstlergruppe. Seine Ideen werden aber auch am Bauhaus diskutiert und nicht zuletzt nehmen eine Reihe nachfolgender Kunstrichtungen Bezug auf den Neoplastizismus, so die die Konzeptkunst, der Minimalismus und eben auch die Konkrete Kunst.

Nochmal zu seinem Grundprinzip – ein kleiner Auszug einer lesenswerten, kurzgehaltenen Biografie im art-Magazin:

„Ab 1920 benutzt er neben Schwarz, Weiß und Grau endgültig die Primärfarben gänzlich unvermischt. Die Strenge des Konzepts erlaubt ihm unendliche Vielfalt und Freiheit. Ausgewogen proportioniert, klar und leuchtend sind die Gemälde, in denen eine Farbe dominiert, etwa ein großes Viereck in Rot; wie helle Kraftfelder strahlen die von Weiß beherrschten Bilder, die von kleineren farbigen Rechtecken belebt und in der Balance gehalten werden. Dabei ist nichts berechnet. Der Meister der geometrischen Abstraktion probiert die Komposition malerisch. Manchem Werk ist das anzusehen. Übermalungen verdecken oft nur schwach die verschiedenen Stadien im Entstehungsprozess.“

Quelle: Irma Schlagheck: „Leben und Werk von Piet Mondrian“, 13.02.2017 unter: Art Magarzin Online, http://www.art-magazin.de/kunst/kunstgeschichte/18869-rtkl-kubismus-und-de-stijl-leben-und-werk-von-piet-mondrian

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