Renoir, Monet, Gauguin … in Essen

Großes Jubiläum und große Ausstellung: Das Museum Folkwang in Essen feiert sein 100jähruges Jubiläum mit einer Ausstellung (spät-)impressionistischer Werke von Renoir, Monet, Gauguin und vielen anderen, namhaften Künstlern. Die Ausstellung mit dem Titel „Renoir, Monet, Gauguin – Bilder einer fließenden Welt“ ist bis zum 6. Mai zu sehen

Claude Monet
Sur le bateau (Jeunes filles en barque), 1887
Im Boot (Junge Mädchen in Ruderboot)
Öl auf Leinwand, 145,5 x 133,5 cm
The National Museum of Western Art, Tokyo. Matsukata Collection

1902 eröffnet der Kunstmäzen und Bankierssohn Karl Ernst Osthaus unter dem Namen Folkwang in Hagen das weltweit erste Museum für zeitgenössische Kunst. Seine Sammlung umfasste Meisterwerke von Renoir, van Gogh, Signac oder Matisse. Nach Osthaus‘ Tod wird die Sammlung 1922 nach Essen verkauft. Sie bildet fortan den Grundstock für das Museum Folkwang.

Das Museum Folkwang blickt mit der Ausstellung auf die (spät-)impressionistischen Anfänge seiner Sammlung zurück: Bedeutende Werke aus der Folkwang-Sammlung, begründet eben von Karl Ernst Osthaus, treten in den Dialog mit der Sammlung von Kojiro Matsukata aus den Beständen des National Museum of Western Art in Tokio. Mit rund 120 Meisterwerken – von u. a. Paul Cézanne, Paul Gauguin, Vincent van Gogh, Édouard Manet, Claude Monet, Pierre-Auguste Renoir und Auguste Rodin – verdeutlicht die Schau, wie die moderne französische Kunst Anfang des 20. Jahrhunderts nicht nur von westlichen Sammlerinnen und Sammlern geschätzt wird, sondern auch in Japan früh Anklang findet. Erzählt wird dies anhand zweier Vordenker des modernen Museums: die Sammlerpersönlichkeiten Kojiro Matsukata und Karl Ernst Osthaus. Im Zentrum der Schau Renoir, Monet, Gauguin – Bilder einer fließenden Welt stehen die Sammlungen Matsukata und Osthaus und ihre Gemeinsamkeiten. Aus einem industriellen Umfeld heraus entwickeln die beiden Sammler zu Beginn des 20. Jahrhunderts ihre Leidenschaft für die Kunst der französischen Moderne. Der aus der Ruhrgebietsstadt Hagen stammende Karl Ernst Osthaus und der japanische Schiffsunternehmer Kojiro Matsukata pflegten den Kontakt zu Künstlerinnen und Künstlern in deren Ateliers, verkehrten mit den gleichen Kunsthändlern und interessierten sich für die Herkunftskulturen des jeweils anderen. Beide einte die Idee eines Museums, das bildende Kunst ebenso umfasste wie Kunstgewerbe, westliche ebenso wie östliche Kunst. Während Karl Ernst Osthaus bereits 1898 zu sammeln beginnt und bis zu seinem frühen Tod 1921 eine weit beachtete Museumssammlung aufbaut, datieren die ersten Ankäufe von Kojiro Matsukata auf seinen Aufenthalt in London ab 1916. In der Folge trägt der japanische Sammler in nur wenigen Jahren umfangreiche Konvolute des französischen Impressionismus und Spätimpressionismus zusammen, die nun erstmals seit den 1950er Jahren wieder in größerem Umfang in Europa zu sehen sind.

Quelle dieser Einführung und alle Informationen zur Ausstellung im Museum Folkwang: Renoir, Monet, Gauguin – Bilder einer fließenden Welt

Viel Spaß in Essen!

2 Gedanken zu “Renoir, Monet, Gauguin … in Essen

  1. Eigentlich verwunderlich, dass Frankfurt und Essen zeitgleich Renoir im Fokus haben, obwohl die Intention eine andere ist. Am kommenden Dienstag werde ich mir Renoir im Staedel anschauen, würde auch gern nach Essen fahren, werde es aber leider nicht schaffen – vielleicht gibt es ein gutes Digitorial. Die Impressionisten und Frühling – paßt wunderbar.
    Dir einen lieben Gruß und weiter sonnige Tage wünscht Karin

    Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s