Egon Karl Nikolaus und die Zahlen

Wieder einmal zu einem Willi Baumeister Schüler: Egon Karl Nicolaus. Er studiert Anfang der fünfziger Jahre bei Willi Baumeister und seine konstruktivistischen Werke dieser Zeit lassen deutlich den Einfluss des Lehrers erkennen. Insbesondere die Vertikale hat es Egon Karl Nicolaus angetan. Sie ist für ihn – im Ziel letztmöglicher Einfachheit – ein Symbol der Erdanziehung.

Ende der fünfziger Jahre, inzwischen in Paris lebend, setzt Egon Karl Nicolaus sich mit dem Informal und dem Tachismus auseinander, bevor dann Mitte der sechziger Jahre die Zahlen in seinen Werken erscheinen, die ihn bekannt machen. Zurück in Köln erhebt er die Zahl zum zentralen Motiv seines künstlerischen Schaffens. In diesen Jahren dienen einzelne Ziffern oder Zahlenfragmente als visuelle Zentren im bewegten malerischen Gestus seiner Werke.

Egon Karl Nicolaus, ohne Titel, 1969
Quelle: Egon Karl Nicolaus Stiftung

Im nachfolgenden Jahrzehnt – zurück wieder im Konstruktivismus – entwickelt Egon Karl Nicolaus zunächst strenger konturierte Konzeptionen, die dann im Spätwerk des Künstlers zur bewegten und auch die Bildgrenzen sprengenden Monumentalität mit leuchtenden Farben und breiten Pinselstrichen führen. Die Zahlen verlieren ihre Strenge und Größe, schweben oben aus dem Bild heraus oder versinken, werden durchgestrichen und sind oft in schwarz umrahmt.

Ein spannender Künstler! Sein Nachlass wird in einer Stiftung in Köln bewahrt. Auf der Internetseite, die auch Quelle dieser Einführung in das Werk ist, gibt es jede Menge weitere Information und Fotos der Werke mit den Zahlen: Egon Karl Nicolaus

2 Gedanken zu “Egon Karl Nikolaus und die Zahlen

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