John Baldessari und die Mechanismen der medialen Repräsentation

John Baldessari wird 1931 Kalifornien geboren, studiert in San Diego Malerei und lehrt anschließend an den Universitäten in Los Angeles und dem kalifornischen Valencia bis 2007. Er ist einer der Hauptvertreter der Konzeptkunst und eine Vielzahl seiner Projekte sind zu Ikonen der Konzeptkunst geworden. Seine Werke – in den verschiedensten Medien realisiert – wurden bisher in mehr als 300 internationalen Einzelausstellungen und über 1.000 (!) Gruppenausstellungen ausgestellt.

Bevor er beginnt, mit Fotografien, Filmen, Collagen und anderem zu arbeiten, steht am Anfang seiner Karriere die Malerei. Allerdings verbrennt John Baldessari im Jahr 1970 in dem Aufsehen erregenden Projekt ‚Cremation‘ alle seine zwischen 1953 und 1966 entstandenen Malereien und verwendet die Asche für andere künstlerische Projekte. Von diesem Zeitpunkt an beginnt er eine künstlerische Auseinandersetzung mit Bildern und Sprachen sowie den vielseitigen Wechselbeziehungen zwischen diesen beiden Ausdrucksformen.

   
  
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  © 2015 Manfredi Gioacchini
John Baldessari, courtesy of The Estate of John Baldessari

Durch seine Werke, die aus dieser Auseinandersetzung zwischen Bildern und Sprache entstehen, untersuchte John Baldessari letztlich die Mechanismen der medialen Repräsentation. Er löst sich von der gestischen Malerei und beginnt in den frühen siebziger Jahren mit Materialien und Ausschnitten von Plakaten zu arbeiten. Er analysiert, wie diese sehr populären, öffentlichen Kommunikationsmittel funktionieren und versucht den Erfolg der Plakate auf seine Arbeiten zu übertragen. Seine Werke sollen wie Plakate funktionieren – also den Betrachter ansprechen und beeinflussen. John Baldessari arbeitet ausnahmslos mit bereits existierenden Bildern, arrangiert und verändert sie oft so, dass sie eine Erzählung suggerieren. Durch Zuschneiden der Bilder über das Collagieren mit nicht verwandten Bildern bis hin zum Ausblenden von Gesichtern und Objekten mit farbigen Punkten verändert und verzerrt er seine Werke. Und all diese Veränderungen und Verzerrungen zwingen den Betrachter zu der Frage – ähnlich dem Plakat -, was das Bild mitteilt.

Eine entscheidende Entwicklung in John Baldessari’s Werk war dann die Einführung von Text in eben diese Bilder. Für ihn war es die Erkenntnis, dass sich Bilder und Texte ähnlich verhalten – beide verwenden Codes, um ihre Botschaften zu übermitteln -, die ihn in den Folgejahren fasziniert. Im Laufe der späten siebziger Jahre verschwindet der Text dann allerdings wieder aus seinen Werken, und seitdem verlässt John Baldessari sich wieder hauptsächlich auf Collagen, um auf den codierten Charakter von Bildern hinzuweisen. Typischerweise collagiert er dabei scheinbar unzusammenhängende Bild- oder Motivkategorien mit dem Ziel, dem Betrachter zu zeigen, dass dennoch ähnliche Botschaften vermittelt werden können.

Bei einem Besuch im Metropolitan Museum in New York im Jahr 1965 fällt John Baldessari auf, wie unlackierter Gips zum Auffüllen fehlender Scherben griechischer Vasen verwendet wird. Dies weckte sein Interesse daran, welche Auswirkungen das Entfernen oder Auslöschen von Teilen von Bildern bewirken können und er erforscht diese Auswirkungen seitdem immer wieder in seinen eigenen Werken. Das Ziel seiner Entfernungen, Löschungen, Unkenntlichmachungen, … an Fotografien ist es, diese generisch zu machen, was dann dem Betrachter suggeriert, dass Fotografien oft sehr standardisierte Botschaften vermitteln, anstatt einen besonderen Moment oder ein ungewöhnliches Ereignis einzufangen.

In den kommenden Tagen mehr zu diesem – so finde ich – spannenden Künstler.

Noch mehr Informationen zum Konzeptkünstler auf dessen Webseite: John Baldessari

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