Max Bill war Graphiker, Bildhauer, Maler, Architekt, … und noch einiges mehr. Aber der Reihe nach: zunächst macht er eine Lehre als Silberschmied an der Kunstgewerbeschule in Zürich. 1925 wird er zur Exposition Internationale des Arts Décoratifs et Industriels Modernes nach Paris eingeladen, nachdem er einen ersten Preis bei einem Plakatwettbewerb von Suchard gewinnt. In Paris beeindrucken ihn insbesondere die Werke von Le Corbusier.
Ab 1927 studiert Max Bill dann für zwei Jahre am Bauhaus in Dessau, bevor er, wieder zurück in der Schweiz, ab 1929 als Architekt, Maler und Grafiker in Zürich arbeitet. 1932 wird er Mitglied der Künstlergruppe Abstraction-Création in Paris und lernt dort – neben Hans Arp und Piet Mondrian – auch Georges Vantongerloo kennen, mit dem ihn fortan eine enge Freundschaft verbindet.

1936 formuliert Max Bill, natürlich in der vom Bauhaus propagierten Kleinschreibung, seine Definition von Konkreter Gestaltung:
„konkrete gestaltung ist jene gestaltung, welche aus ihren eigenen mitteln und gesetzen entsteht, ohne diese aus äusseren naturerscheinungen ableiten oder entlehnen zu müssen. die optische gestaltung beruht somit auf farbe, form, raum, licht, bewegung. obschon jede schöpferische gestaltung durch inspiration angeregt wird, ist sie ohne klare und präzise formung nicht zu vollenden.“
Quelle: Max Bill, 1936, in: Zeitprobleme in der Schweizer Malerei und Plastik, Katalog Kunsthaus Zürich 1936
1949 veröffentlicht Max Bill dann seine, schon mehrfach erwähnte Definition von Konkreter Kunst.
Nach dem Krieg gründet Max Bill 1951 die Ulmer Hochschule für Gestaltung, die die Ideen des Bauhaus weiterführt. Er wird selber erster Rektor der Hochschule. Ende der sechziger Jahre bis 1974 lehrt er an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg, wo er den Lehrstuhl für Umweltgestaltung innehat. Max Bill stirbt 1994 in Berlin.
Die Liste der Ausstellungen, an denen er teilgenommen hat ist lang. Über die Biennale in Sao Paulo, die zum Startschuss für die Konkrete Kunst in Brasilien wird, demnächst mehr.
Bedeutender sind aber bestimmt die drei Teilnahmen an der documenta in Kassel 1955, 1959 und 1964 und die Teilnahmen der Biennale von Venedig in den Jahren 1958 und 1970.
Jede Menge weitere Informationen rund um Max Bill im Webauftritt: Max Bill
Und wer noch mehr Details zum Lebenslauf von Max Bill möchte, sei auf ein pdf-Dokument mit seinem Lebensdaten verwiesen, dass hier zum Download zur Verfügung steht: Lebensdaten Max Bill
Siehe auch:
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