
Unter dem Titel „Konkrete Kunst. Neoconcretismo. Wirken und Wirkung der Zürcher Konkreten in Brasilien“ geht das Haus Konstruktiv in Zürich bis zum 11. Januar nächsten Jahres dieser schweizerisch-brasilianischen Verbindung nach und konzentriert sich dabei vorrangig auf Max Bill und Lygia Clark. Dass der Zürcher Konkrete Max Bill mit seiner ersten Retrospektive im Museu de Arte de São Paulo 1951 und der Teilnahme an der Biennale von São Paulo im selben Jahr den Startschuss für die Konkrete Kunst in Südamerika gegeben hat, ist unbestritten. Offensichtlich und gut belegt ist auch, dass die Brasilianerin Lygia Clark, eine Hauptvertreterin der 1959 initiierten Neoconcretismo-Bewegung, sich mit ihren Anfang der sechziger Jahre entstandenen Werken auf Max Bill bezieht. Ein zentrales Element im Werk beider ist die Spirale beziehungsweise die Endlosschleife, bekannt auch als Möbiusband: eine in sich zurückkehrende Fläche ohne unterscheidbares Innen und Außen.

Während in Max Bills unendlichen Schleifen ein die Form analysierender Ansatz erkennbar ist, der seine mathematische Denkweise widerspiegelt, zeichnen sich Lygia Clarks Möbiusband-Arbeiten durch einen partizipatorischen Charakter aus, also die unmittelbare Einbeziehung des Publikums ins Werkkonzept.
Quelle dieser Einführung und alle Informationen zur Ausstellung im Haus Konstruktiv: Konkrete Kunst. Neoconcretismo
Ab dem 14.11. ist dann im Kunsthaus Zürich ein große Ausstellung mit Werken von Lygia Clark zu sehen. Werde in den kommenden Tagen auf diese Ausstellung hinweisen.
Siehe auch: Max Bill in São Paulo
Viel Spaß in Zürich!
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