Rebecca Horn im Centre Pompidou-Metz

Nochmals zurück zu Rebecca Horn. Vorgestern habe ich bereits über die derzeit stattfindenden Ausstellungen anlässlich des 75. Geburtstages der Künstlerin geschrieben. Eine dieser Ausstellungen findet im Centré Pompidou in Metz statt. Sie trägt den Titel „Rebecca Horn. Theater der Metamorphosen“ und ist noch bis zum 13. Januar nächsten Jahres zu sehen.

Centre pompidou Metz

Die Ausstellung „…illustriert die bemerkenswert zahlreichen Ausdrucksformen, derer sich die Künstlerin in ihrer Praxis bedient. Nach einer Lungenerkrankung machte Rebecca Horn den Körper zum bevorzugten Werkstoff ihres Oeuvres. Mit einer Vorliebe für paradoxe Assoziationen inszeniert sie die dualistischen Prinzipien, die unser Leben prägen: Subjekt und Objekt, Körper und Maschine, Mensch und Tier, Verlangen und Gewalt, Stärke und Gebrechen, Harmonie und Chaos. Das Lebendige und das Unbelebte scheinen verwandelt: Das Objekt ist beseelt, wohingegen das Individuum sich durch seine physischen Unzulänglichkeiten und Wandlungsfähigkeit auszeichnet. Und genau daraus resultiert die beunruhigende Befremdung, das Unheimliche, in Horns Werk.

Immer wieder nähert Horn sich auf ganz eigenen Wegen Themen aus Mythologie und Märchen, wie der Verwandlung in sagenhafte oder hybride Wesen, das geheime Leben der Dingwelt, den Geheimnissen der Alchemie, oder der fantastischen Welt der Körperautomaten. Diese grundlegenden Themen, mit denen sich in der Kunstgeschichte schon zahlreiche Strömungen wie Manierismus und Surrealismus beschäftigten, setzt Horn in den Kontext der Gegenwartsgeschichte. … Ihre Filme sind von einer befreienden, archaischen Energie geprägt, und ihre latente Gewalt wird häufig durch Poesie und Humor entschärft. Dienten die Filme zunächst noch der Dokumentation ihrer intimistischen Body-Performances, wurden sie zunehmend eigenständiger, um sich zu Horns bevorzugter Bühne zu entwickeln, auf der mechanische Skulpturen und menschliche Akteure in tragikomischen und surrealen Erzählungen aufeinandertreffen.

Vom Theater des Intimen, das bewohnt ist von ihrem leiderprobtem Körper, öffnet sie sich nach und nach dem Weltgeschehen, um Not und Entwurzelung von Menschen spürbar zu machen, die durch Konflikte und Exil heimatlos geworden sind; … Sie bringt die Macht der Kunst als ursprünglichste Ausdrucksform des Lebens und des Bewusstseins des Grenzenlosen selbst zum Ausdruck.“

Quelle dieser Einführung und alle Informationen zur Ausstellung in Metz unter: Rebecca Horn. Theater der Metamorphosen

Viel Spaß in Metz!

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