Ein ganz spezielles Danke einer Leserin meines Blogs für den Hinweis auf den polnischen Konkreten Künstler Andrzej Nowacki. Seine Werke, die die verschiedensten Medien kombinieren und in unterschiedlichsten Format mit Farben und Formen spielen sind tatsächlich beeindruckend!

Nachdem Andrzej Nowacki in den siebziger Jahren Polen verlassen hat, studiert er zunächst skandinavische Sprachen an der Universität Göteborg und anschließend deutsche Philologie und Kunstgeschichte an der Universität Innsbruck.
Beeinflusst durch die Werke von Henryk Stazewski kommt Andrzej Nowacki in den achtziger Jahren zur Konkreten Kunst. Durch die Zusammenarbeit mit der Heinz Teufel Galerie in Berlin kommt er in Verbindung mit den Werken der bekanntesten Konkreten Künstler der Zeit. Besonders in den Werken von Anonio Calderara und Bridget Riley findet Andrzej Nowacki Inspiration für seine konkrete Kunst.
In den frühen 2000er Jahren beginnt Andrzej Nowacki, sich intensiver mit Installationskunst zu beschäftigen. Er schafft mehrere bemerkenswerte Installationen, die Licht, Klang und Bewegung kombinieren, um ein immersives Erlebnis für die Betrachtenden zu schaffen. In den vergangenen Jahren entstehen ein ganze Reihe von Reliefs, die nahe an der Op-Art, mit vielen Farben und Formen visuelle Effekte auslösen. Andrzej Nowack will mit seinen Farben flüstern und bei den Betrachtenden mit den entstehenden Effekten Emotionen auslösen.

Andrzej Nowacki schreibt selbst so schön über sein „Flüstern mit Farben“:
„Der Grundwert meiner künstlerischen Arbeit ist die Farbe. Sie ergänzt und ersetzt manchmal das Licht. Im Dialog mit dem Betrachter erschafft sie Worte in der unbewussten Sprache und ist eine Energiequelle. Sie zieht mit ihrer Harmonie an, weckt manchmal aber auch Angst, fasziniert oder signalisiert Beklemmung. Für mich ist Farbe ein Ort der Begegnung. Dort finden Vernunft und Logik ihre Sehnsucht. Die Vorstellungskraft verdrängt die Realität, und die Unendlichkeit sucht ihren Anfang. Nur mit Farbe können wir die Sonne darstellen, die ein Symbol des Lebens ist. Andere Beschreibungsversuche, ob geometrisch oder mathematisch, sind tot. Im Entstehungsprozess meiner Bilder kristallisieren sich die Farbkombinationen und ihre Schattierungen im Strom der empfundenen Emotionen. Die Farbtöne entstehen durch Emotionen, sie wirken direkt, ohne mentale Barrieren, es gibt weder Distanz noch Berechnung und Überlegung. Die geometrische Begrenzung der Farben auf der ausgewogenen Fläche des Quadrats, die durch eine Linie getrennt sind, erzeugt innere Schwingungen und Spannungen und weckt Emotionen, die freier und weniger definiert sind als die eines Objekts.“

Hier zum Webauftritt des Künstlers mit jede Menge weiterer Informationen und Bilder seiner Werke: Andrzej Nowacki; ich habe den Künstler bereits vor einigen Jahren hier im Blog einmal vorgestellt. Hier der Link zum damaligen Beitrag: Andrzej Nowacki und das Quadrat | Arte Concreta
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