Nochmal Günter Fruhtrunk – nochmal anlässlich seines 100. Geburtstages im vergangenen Jahr: Neben dem Kunstmuseum Bonn zeigt auch das Lenbachhaus in München ein Ausstellung zu Ehren des Konkreten Künstlers. Die Ausstellung trägt den Titel ‚Günter Fruhtrunk. Die Pariser Jahre (1954–1967)‘ und ist bis zum 7. April zu sehen.

Im Mittelpunkt der Ausstellung in München stehen die Anfangsjahre des Schaffens von Günter Frühtrunk in Paris. Dort hat er seinen Stil entwickelt und seine Karriere aufgebaut.
In den fünfziger Jahren streben viele Kunstschaffende in die französische Hauptstadt. Günter Fruhtrunk gelingt die Übersiedelung 1954, wobei die guten Beziehungen einiger kultureller Vermittler in der Französischen Besatzungszone – Günter Fruhtrunk lebt zu dieser Zeit in Freiburg im Breisgau – eine entscheidende Rolle spielen. In Paris bleibt er über 13 Jahre bis zu seiner Berufung als Professor an die Akademie der Bildenden Künste in München 1967, behält aber zeitlebens immer einen Wohnsitz in Frankreich. Unterstützt wird er von einflussreichen Persönlichkeiten der Vorkriegsavantgarde in Paris und in Deutschland. Vertreten wird er von der Galerie Denise René, in der viele Künstlerinnen und Künstler einer neuen konkreten Kunst versammelt sind.
„Mit äußerster Präzision und Geduld entwickelt Günter Fruhtrunk Bilder, die frei sind von persönlichen Referenzen, es wirken die einfachen und doch raffinierten Formen in subtil abgestimmten Farben. Seine wichtigste und aufsehenerregendste bildnerische ‚Erfindung‘, die Schaffung eines Lichtraums, welcher im Erschauen-Wollen des letztlich unfassbaren Rhythmus‘ dieser Farben und Formen entsteht, datiert in die frühen 1960er Jahre. Der Lichtraum bedeutet eine Herausforderung, eine revolutionäre Umdeutung dessen, was moderne abstrakte Kunst leisten kann. Unter seinesgleichen in Paris ist die Orientierung in die Nachbarländer gelebte Praxis.“ Unermüdlich erweitert Günter Fruhtrunk sein transnationales Netzwerk und erfährt bald auch in Mailand, Brüssel und Marseille Wertschätzung und schließlich gelingt es ihm auch, in Deutschland Fuß zu fassen. Er wird zum wohl bekanntesten deutschen Konkreten Künstler seiner Zeit.
Quelle dieser Einführung und alle Informationen zur Ausstellung im Lenbachhaus: Günter Fruhtrunk. Die Pariser Jahre (1954–1967)
Viel Spaß in München!
Hinterlasse eine Antwort zu Rene Martini Antwort abbrechen