Constantin Brancusi in Berlin

Für mich einer der faszinierendsten Bildhauer des letzten Jahrhunderts: Constantin Brancusi. Bis zum 9. August 2026 präsentiert die Neue Nationalgalerie in Berlin in Kooperation mit dem Centre Pompidou eine bedeutende Einzelausstellung des französischen Bildhauers. Es ist die erste umfassende Werkschau des Künstlers in Deutschland seit über 50 Jahren und umfasst mehr als 150 Arbeiten, darunter Skulpturen, Fotografien, Filme und bisher kaum gezeigtes Archivmaterial aus internationalen Sammlungen.

Constantin Brancusi, Mlle Pogany I, 1912-1913, Gips, Foto: Centre Pompidou, MNAM-CCI/Philippe Migeat/Dist. GrandPalaisRmn,
© Succession Brancusi – All rights reserved / VG Bild-Kunst, Bonn 2025

Ein besonderer Höhepunkt der Schau ist die erstmalige Teilrekonstruktion von Constantin Brancusis berühmtem Pariser Atelier außerhalb Frankreichs. Dieses Ensemble gilt als das „Laboratorium“ seines Schaffens und bietet einen tiefen Einblick in seinen künstlerischen Prozess. Neben Hauptwerken wie „Der Kuss“, „Vogel im Raum“ und der „Unendlichen Säule“ verdeutlicht die Ausstellung Constantin Brancusis Weg von akademischen Anfängen hin zur radikalen skulpturalen Abstraktion.

Seine Arbeiten zeichnen sich durch organische, auf das Wesentliche reduzierte Formen sowie ein stetiges Spiel mit Materialien, Oberflächen und Licht aus. Constantin Brancusi versteht es meisterhaft, seine Werke durch spezifische Sockel und mediale Inszenierungen in Szene zu setzen, was ihn zu einem der einflussreichsten Wegbereiter der Moderne im 20. Jahrhundert macht. Die Ausstellung bietet somit einen beispiellosen Überblick über das vielseitige Lebenswerk eines Pioniers der Abstraktion.

Quelle dieser Einführung und alle Informationen zur Ausstellung: Brancusi in der Neuen Nationalgalerie

Viel Spaß in Berlin!

Kategorien:

Hinterlasse einen Kommentar