Ich habe einen Hinweis eines Lesers meines Blogs auf die digitale, generative Kunst von Karl Heinz Kappl bekommen, die ich sehr gerne hier vorstelle. Karl Heinz Kappls Kunst passt genau die Reihe von generativer Kunst, die ich bereits in den vergangenen Tagen hier vorgestellt habe.
Der 1960 in Niederbayern geborene Künstler, der heute am Ammersee lebt, schlägt in seinem aktuellen Schaffen eine faszinierende Brücke in die Virtualität der generativen Kunst.

Karl Heinz Kappl überträgt seine Philosophie der Ordnung und des strukturellen Aufbaus in den digitalen Raum. Anstatt den Pinsel physisch zu führen, nutzt er Algorithmen und mathematische Prinzipien als Werkzeug. In seinen digitalen Serien entstehen komplexe Strukturen, die auf geometrischen Rastern basieren, sich jedoch durch programmierte Zufallsprozesse ständig weiterentwickeln. Es ist eine logische Fortführung eines Konzepts des „kontrollierten Zufalls“ – was früher der unvorhersehbare Farbauftrag auf der Leinwand war, ist heute die generative Varianz im Code.
Diese digitalen Arbeiten sind keine statischen Kopien seiner Malerei, sondern eigenständige Wesenheiten. Sie untersuchen, wie sich Farbe und Form verhalten, wenn sie den physikalischen Raum verlassen. Dennoch bleibt Karl Heinz Kappls ursprüngliche Handschrift erkennbar: Auch im Digitalen dominiert die Suche nach Harmonie und der Bruch mit der Perfektion. Seine Werke oszillieren zwischen strenger Geometrie und einer organischen Anmutung, die fast wie ein digitales Echo seiner physischen Materialexperimente wirkt.
Karl Heinz Kappl beweist damit, dass Konkrete Kunst im 21. Jahrhundert nicht im Analogen verharren muss. Er nutzt die Generative Kunst, um die Grenzen der Bildfindung zu erweitern und den Betrachtenden zu zeigen, dass auch hinter einem Algorithmus eine tiefgreifende künstlerische Intention und eine menschliche Seele stecken können.
Jede Menge Fotos seiner Werke und mehr zum Künstler in dessen Webauftritt: Karl Heinz Kappl; weiter hier noch der Link zu einer Seite auf der die Werke auch erworben werden können: Digitale Unikate
Vielen Dank für den Hinweis auf den spannenden Künstler!
Hinterlasse einen Kommentar