Das Arp Museum Rolandseck in Remagen zeigt bis zum 11. Januar kommenden Jahres die Ausstellung „Netzwerk Paris“ mit Werken der Künstlerinnen und Künstler der Pariser Künstlergruppe „Abstraction-Création“.

Im Paris der zwanziger und dreißiger Jahre hat sich eine internationale Avantgarde von Künstlern gebildet, die die wesentlichen Impulse der Kunst dieser Zeit mit anführt. Die Gruppe „Art Concrete“ folgt dabei den von Theo van Doesburg formulierten Prinzipien und Ideen einer Konkreten Kunst, löst sich aber nach dem Weggang von Otto Cralsund schnell wieder auf. Viele der Mitglieder finden in der 1931 gegründeten Gruppe „Abstraction-Création“ eine neue Heimat.
Die Gruppe kämpft bis 1937 in Paris für die abstrakte Kunst. Die Gruppe zählt in wechselnder Besetzung rund 50 Mitglieder. Unter ihnen sind Hans Arp und Sophie Taeuber-Arp, Alexander Calder, Sonia Delaunay und Piet Mondrian. Im Werk zahlreicher dieser Künstlerinnen und Künstler sind die dreißiger Jahre eine wesentliche Zeit auf dem Weg in die Gegenstandslosigkeit. Während sich überall in Europa faschistische und nationalistische Bewegungen ausbreiten, entwickelt sich Paris zu einem Zentrum der Avantgarde. Da es praktisch keinen Markt für abstrakte Kunst gibt, sieht sich die Gruppe sich gezwungen, autarke Organisationsstrukturen unabhängig der Salons und Galerien zu schaffen. Generationenübergreifend, liberal, progressiv und visionär setzt sie sich für die Vereinigung aller nichtgegenständlicher Richtungen ein. Die Ausstellung in Remagen zeigt die Spannbreite von strengen Kompositionen und puristischen Linienrastern bis hin zu lebendig vibrierenden, organisch anmutenden Formenspielen.
Quelle dieser Einführung und alle Informationen zur Ausstellung: Netzwerk Paris
Viel Spaß in Remagen!
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