Biennale Venedig 2024 – „Überall Italiener!“

Ein letztes Mal zur diesjährigen Biennale, bevor dann wieder konkrete Kunst im Mittelpunkt des Interesses hier stehen soll:

Ein Bereich des Nucleo Storicos der Biennale ist italienischen Künstlern gewidmet, die ins Ausland auswanderten und dort ihre Karriere in Afrika, Asien, Lateinamerika, im übrigen Europa und in den USA entwickelten. Werke von 40 Künstlern zeugen von diesen Erfolgsgeschichten von Italienern im Ausland.

Der italienische Pavillon auf der Biennale 2024

Eine ganze Reihe von Werke von italienischen Konkreten Künstlern, die ins Ausland gezogen sind, sind Teil dieser Ausstellung, so Werke von Waldemar Cordeiro, der nach Brasilien ausgewandert ist. Waldemar Cordeiro ist nicht nur wegen seiner Bedeutung als Theoretiker und Gründer der Grupo Ruptura einer der führenden Vertreter der Konkreten Künstler in Brasilien. Er macht sich auch einen Namen als Computerkünstler: Er führt die Computerkunst, die er als konsequente Weiterentwicklung und als logischen Fortschritt der Konkreten Kunst ansieht, in den frühen siebziger Jahren in Brasilien ein.

Alfredo Volpi, der Sohn italienischer Einwanderer, kommt mit nur einem Jahr nach Brasilien. In den fünfziger Jahren entstehen seine ersten Werke mit geometrischen Mustern aus Girlanden – ein künstlerisches Element, mit dem er einen Dialog mit dem konkreten Kunst der brasilianischen Konkreten herstellt.

Die Argentinierin mit italienischen Wurzeln, Lidy Prati (Lidia Elena Prati), ist eine Malerin, Designerin und Kunstkritikerin, die als eine der wenigen Frauen bekannt ist, die in den vierziger Jahren konkrete Kunst praktiziert. Sie beeinflusst nachhaltig die konkrete Kunst in Argentinien und Lateinamerika.

Die Liste aller gezeigten Künstler im Rahmen der „Überall Italiener“ Ausstellung, findet sich hier: Biennale Arte 2024 | Italians Everywhere

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