Ein seltene Kombination: Konkreter Künstler und Comiczeichner. Vinicio Berti ist tatsächlich beides. Der 1921 geborene Italiener wirkt zeitlebens – parallel zu seiner konkreten Kunst, die ich vorgestern hier kurz vorgestellt habe – als Illustrator, Karikaturist und Comiczeichner.
Sein Debüt als Illustrator und Comiczeichner gibt er bereits 1947 mit einer gezeichnete Pinocchio Ausgabe. In der Folgezeit entstehen Comics mit Charakteren wie ‚Gian Burrasca‘, Il Pioniere Chiodino‘, Ciondolino‘ und ‚Atomino‘.

In Deutschland wird Vinivio Berti Comicfreunden insbesondere durch Atomino bekannt. „Die italienische kommunistische Tageszeitung L‘ Unita wird 1924 von Antonio Gramsci gegründet und erscheint bis heute. Von 1963 bis 1966 enthielt sie eine auf einem Druckbogen montierte, achtseitige, jeden Donnerstag erscheinende Beilage für Kinder namens Il Pioniere dell‘ Unita. Darin erblickte, neben anderen Comics, die Comicfigur Atomino, geschrieben vom Kinderbuchautor Marcello Argilli und gezeichnet von Vinicio Berti … das Licht der Welt. Für die Sammler gab es extra hergestellte großformatige Jahreumschläge aus Papier. Insgesamt erschienen 182 Ausgaben von Il Pioniere dell‘ Unita.“
Als wöchentliche Fortsetzungsserie erscheint der Atomino-Comic bis Mitte der sechziger Jahre. Später erscheinen die Atomino-Comics in Italien auch in Buchform. Anfang der siebziger Jahre zeichnet Vinicio Berti eine zweite Serie als wöchentliche Beilage der kommunistischen Frauenzeitschrift ‚Noi Donne‘. Schon 1964 erscheinen die in deutsche Sprache übersetzten Comics in der DDR. Zunächst werden die Comics in der Kinderzeitschrift FRÖSI nachgedruckt und später dann auch als Bücher veröffentlicht.
Quelle dieser Einführung zum Comiczeichner Vinicio Berti ist eine besuchenswerte Webseite, die sich den DDR Comics verschrieben hat und auf der die Online Ausgaben des Atomino mit den Zeichnungen von Vinicio Berti nachzulesen sind: Atomino – Die Comicserie (ddr-comics.de)
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