„Sieh Sir die Menschen an! Das neusachliche Typenportrait in der Weimarer Zeit“ – so der Titel einer Ausstellung im Kunstmuseum Stuttgart, die noch bis zum 14. April zu sehen ist und Portraits der Menschen in den Jahren zwischen den Weltkriegen zeigt.

Die „Neue Sachlichkeit“ als Kunststil ist mit der Gesellschaft der Weimarer Republik unmittelbar verbunden. Die politischen und sozialen Erschütterungen, die der Erste Weltkrieg in der Gesellschaft verursacht hat, veranlasst Künstlerinnen und Künstler wie Max Beckmann, George Grosz, Otto Dix, Käthe Kollwitz und Otto Pankok zu einer neuen Betrachtung der Realität jenseits des umjubelten Glamours der „Goldenen Zwanziger”.“ In den Werken werden das soziales Elend, die gesellschaftliche Verwahrlosung und die Auswirkungen des Kriegs durch eine nüchterne bis scharf kritisierende Bildsprache zum Ausdruck gebracht.
Im Mittelpunkt der Ausstellung im Kunstmuseum steht das neusachliche Typenporträt. Kunstschaffende der Weimarer Republik geben in vielen ihrer Bildnisse gesellschaftlichen Typen wie etwa der ‚Neuen Frau‘ oder der ‚Arbeiter« Kontur. Diese Darstellungen sind beeinflusst von einer allgegenwärtigen Debatte, ob in Kunst, Literatur, Kino, Mode oder Wissenschaft: Der Suche nach dem ‚Gesicht der Zeit. Rückblickend wird schnell deutlich, dass viele Stereotype und Klischees von damals bis heute nachwirken und weiterhin den Blick auf unser Gegenüber beeinflussen.
Anhand von über 100 Werken ermöglich es die Ausstellung, sich ein Bild vom ‚Gesicht der Zeit‘ zum machen und sich eben mit den Stereotypen und Klischees auseinanderzusetzen.
Quelle dieser Einführung und alle Informationen zur Ausstellung: Sieh Dir die Menschen an! | Kunstmuseum Stuttgart
Viel Spaß in Stuttgart!
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