Die Historie der kinetischen Kunst habe ich vorgestern an dieser Stelle erläutert. Heute zum wesentlichen Merkmal der Kinetischen Kunst: Kinetische Kunst ist eine bewegt Kunst! Kinetik ist die Lehre der Bewegung und dementsprechend ist kinetische Kunst eine Kunst, die sich bewegt. Im Zusammenhang mit der Konkreten Kunst ist vor allem die mit der kinetischen Kunst verwandte Op-Art von Bedeutung, deren Hauptvertreter wohl Victor Vasarely ist. Aber zunächst zur Kinetischen Kunst:
Ein Merkmal der Kinetischen Kunst ist es, Werke mit Hilfe von mechanischen oder elektrischen Antrieben zu bewegen. Diese – in den fünfziger Jahren entstehende – künstlerische Ausdrucksweise hat somit die realen Erfahrungen aus Wissenschaft und Technik zur Grundlage. Allerdings haben nicht alle Werke der kinetischen Kunst Antriebe, sind also von sich aus bewegt. Eine Variante der kinetischen Kunst stellt die Op-Art dar. Bei dieser bewegen sich die Betrachtenden um das statische Kunstwerk herum und erlangen so unterschiedliche Eindrücke.

Anfänge Kinetischer Kunst finden sich bereits Anfang der zwanziger Jahre in den Werken von Künstlern wie Marcel Duchamp oder Antoine Pevsner. Zu den ersten kinetischen Kunstwerken zählen auch die sogenannten ‚kinetische Konstruktionen‘ aus Metall von Naum Gabo.
„Neben dem Konstruktivismus empfängt die kinetische Kunst starke Impulse vom italienischen Futurismus, der ebenso auf Dynamik und Bewegung bedacht ist, sowie von dem im Kubismus erforschten Prinzip der Simultaneität.
Die Höhepunkte der Kinetischen Kunst liegen in den dreißiger bis sechziger Jahren. Die vom Konstruktivismus angeregten abstrakten „Mobiles“ von Alexander Calder sind hier ebenso zu benennen wie die Kunst der Gruppe ‚ZERO‘, der Pariser Gruppe „Groupe de Recherche d‘Art Visuel“ oder der Moskauer Gruppe ‚Bewegung‘.
Die wichtigsten Vertreter der Kinetischen Kunst sind ferner der Schweizer Jean Tinguely (1925-91), dessen oft zufallsgesteuerte Fantasiemaschinen häufig auch Töne erzeugen können, Pol Bury, Siegfried Cremer, George Rickey, Vassilakis Takis…, Günther Uecker und Günter Haese.“
Quelle des Zitates: Kinetische Kunst und kinetische OpArt, unter: https://www.kettererkunst.de/ aufgerufen am 18.12.2023
Bei WikiArt sind Bilder einer Reihe von kinetischen Werken zu finden: Kinetische Kunst
Dann hier noch ein Link zu einer ausführlichen, lesenswerten Einführung in die kinetische Kunst: http://www.perrier.at/
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