Helga Philipp – Aufbruch der Konkreten Kunst in Österreich

Die 1939 in Wien geborene Helga Philipp gilt heute zu Recht als Pionierin konkreter Kunst und Op Art in Österreich. Mit ihrem vielfältigen Werk hat sie die Felder konkreter und konstruktiver Tendenzen vor allem in Europa aber auch in den USA aufgespürt und in eigenen Werken umgesetzt. Grundlegend für die konkrete Kunst der sechziger Jahre war auch in Österreich die radikale Ideen des Aufbruchs der Abkehr von den figurativen Tendenzen des Expressionismus. Die Entwicklung der konstruktiven, konkreten Kunst in Österreich ist eng verbunden mit der Künstlerbewegung Neue Tendenzen in der kroatischen Hauptstadt Zagreb, die in den sechziger und siebziger Jahren wegweisende Künstlertreffen und Ausstellungen organisierte, an denen Helga Philipp teilnimmt. Für sie und andere Künstler der Bewegung rückt die Frage nach der Rolle des Betrachtenden und dessen Wahrnehmung sowie die Untersuchung der Beschaffenheiten der Oberflächen und Strukturen von Kunstwerken in den Mittelpunkt. Im Sinne der Konkreten Kunst und auch der Op-Art verschwindet die Gegenständlichkeit zunehmend aus den Werken der Künstlerinnen und Künstler.

Einführung in das Werk von Helga Philipp anlässlich einer Ausstellung im Haus Konstruktiv in Zürich

Helga Philipp absolviert eine Ausbildung zur Bildhauerin in Wien und ist bereits in den sechziger Jahren wichtiges Mitglied der Wiener Kunstszene. In dieser Zeit gestaltet sie eine Reihe von kinetischen Objekten, die der Op-Art zugerechnet werden können, später dann experimentiert Helga Philipp mit auf einem Kreisraster aufbauenden Siebdruckgrafiken.

Grafiken aus Kartonringen, die mit einer Grafitschicht überzogen sind, und Prägungen mit Kreismotiven entstehen in den frühen siebziger Jahren. Vom Kreismotiv gelangt Helga Philipp schließlich in der zweiten Hälfte der siebziger Jahre zur Linie, die sie zunächst im Prägedruck, dann in mehreren Reihen von Grafiken auf Büttenpapier in Grafit ausgeführt.

In den achtziger und neunziger Jahren entstehen, beginnend mit „Domino“, jene für Helga Philipp so charakteristischen Malereien in Schwarz- und Grautönen und weitere Reihen grafischer Arbeiten. In späteren Werken, vor allem in jenen um das Jahr 2000 gestalteten blau-schwarzen Gemälden, setzt sie sich vermehrt mit der Dynamik und Gewichtung von kontrastierenden Farbflächen auseinander. Viele von Helga Philipps Arbeiten untersuchen darüber hinaus die Möglichkeiten der Reflexion von Licht – durch die Verwendung von Metall, Silberpapier, einer Wasseroberfläche oder auch der Struktur der aufgetragenen Farbe aus Grafit- und Aluminiumpigment.

Quelle der Einführung und viele weitere Inforationen zur Pionierin der Op-Art und Konkreten Kunst in Österreich bei WikiPedia: Helga Philipp; ihre Webseite findet sich hier: Helga Philipp

Weitere Blogbeiträge über die Künstlerin:

Helga Philipp – Pionierin der konkreten Kunst in Österreich

Helga Philipp im Haus Konstruktiv

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2 Antworten zu „Helga Philipp – Aufbruch der Konkreten Kunst in Österreich“

  1. Avatar von christinenovalarue
    christinenovalarue

    🩵

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  2. Avatar von galerie wuensch aircube
    galerie wuensch aircube

    …die Inspiration zur Kinetik kam 1966, durch ein Gründungsmitglied der Gruppe GRAV, dem Chilenen IVAN CONTRERAS-BRUNET (1927-2021) nach Wien.
    IVAN erzählte mir von HELGA PHILIPP, MARC ADRIAN u.a., welche er in einem Wiener Kaffeehaus kennenlernte.

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