Nochmal zu John McCracken: Der Künstler nimmt in der jüngeren Geschichte der amerikanischen Kunst eine einzigartige Stellung ein, da sein Werk die zurückhaltenden, formalen Qualitäten der minimalistischen Skulptur mit einer Sensibilität verbindet, die durch Farbe, Form und Verarbeitung zum Ausdruck kommt.
John McCracken entwickelt sein frühes skulpturales Werk während seines Malereistudiums im kalifornischen Oakland in den späten fünziger und frühen sechziger Jahren. Während er mit zunehmend dreidimensionalen Leinwänden experimentiert, beginnt er gleichzeitig, Objekte aus Industriematerialien wie Sperrholz, Sprühlack und pigmentiertem Harz herzustellen und mit stark reflektierenden, glatten Oberflächen zu versehen.

Im Jahr 1966 erschafft John McCracken dann seine charakteristische, skulpturale Form: die „Planks“ (Planken), ein schmales, monochromatisches, rechteckiges Brettformat, das schräg an der Wand lehnt und gleichzeitig in den dreidimensionalen Bereich und den physischen Raum vordringt. Ein herausragendes Merkmal der „Planks“ ist darüber hinaus die intensive Farbgebung. John McCracken arbeitet oft mit leuchtenden, monochromen Farben wie Rot, Blau, Gelb und Silber. Diese Farben verleihen den Planken eine visuelle Stärke und Präsenz, die den Betrachter unmittelbar anspricht. Schlussendlich sind die „Planks“ ein Paradebeispiel für Minimalismus in der Kunst. Sie reduzieren Kunst auf ihre elementarsten Komponenten: Form, Farbe und Oberfläche. Diese Reduziertheit ermutigt den Betrachtenden dazu, sich auf die subtile Schönheit der einfachen Form und der leuchtenden Farben zu konzentrieren.
Übrigens hat John McCracken nicht nur Skulpturen erschaffen, sondern auch – ebenso farbenfroh und formenreduziert gemalt. Einige seiner Malereien und jede Menge seiner Skulpturen sind in diesem Video zu sehen:
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