Laddie John Dill ist ein weiterer bedeutender amerikanischer Künstler, der für seine herausragenden Werke im Bereich der Licht- und Raumkunst international bekannt ist. 1943 in Kalifornien geboren, studiert er zunähst in Los Angeles Kunst. Anschließend arbeitet er als Praktikant in den Ateliers von Robert Rauschenberg, Jasper Johns, Roy Lichtenstein und Claes Oldenberg. Seine einzigartiger Ansatz, Licht, Materialität und Umgebung in seinen Werken zu erforschen, hat hat ihn zu einem Pionier der kalifornischen Kunstszene gemacht.
Zunächst entstehen in den sechziger Jahren Glas-, Sand- und Lichtplattengemälde. Ab den siebziger Jahren fertigt er dann auch Werke mit Leuchtstoffröhren an, die mit Neon-, Quecksilber- und Argongasen beladen waren. Laddie John Dill beschreibt diese Werke als „light sentences – leichte Sätze – Lichtsätze“, um die Beziehung zur Sprache herzustellen oder aber als „light plains – leichte Ebenen – Lichtebenen“, um die Werke in ihrer Beziehung zum Raum zum Ausdruck zu bringen.

Die Lichtsätze sind Skulpturen, die aus einem Zusammenspiel von Lichtquellen, Glas, Draht und anderen Materialien bestehen. Sie zeichnen sich durch ihre minimalistische Ästhetik und die subtile Interaktion von Licht und Schatten aus. Sie werden oft an Wänden oder in Räumen platziert, erzeugen durch die Beleuchtung eine faszinierende Lichtatmosphäre und ermöglichen dem Betrachtenden eine einzigartige sensorische Erfahrung, da sie die Umgebung mit sanftem Licht durchdringen und dabei die Architektur des Raums betonen. Die Neonröhren erzeugen eine subtile Helligkeit, die sich in den Glasscheiben und metallischen Elementen bricht und reflektiert. Dadurch entsteht ein faszinierendes Spiel von Licht und Schatten, das die Wahrnehmung des Raums und des Kunstwerks selbst verändert.
Der Kunstkritiker und Autor der New York Times, Ken Johnson, hat die Lichtsätze und Lichtebenen von Laddie John Dill wie folgt beschrieben: „Ende der sechziger Jahre beginnt der Westküsten-Licht- und Raumkünstler Laddie John Dill elektrische Lichtwerke aus maßgeschneiderten geblasenen Glasröhren zu produzieren eine üppige Palette juwelenheller Farben … Einige seiner Werke bestehen aus vielen kurzen Teilen von Glasröhren, andere aus längeren Teilen und weniger Farben. Sie leuchten wunderschön wie Ketten aus beleuchteten Glasperlen. Laddie John Dill nennt diese Werke „Lichtsätze“ und vergleicht die Farbsegmente mit in Phrasen und Sätzen gruppierten Wörtern. Dies legt nahe, dass Licht selbst eine transzendentale Sprache sein könnte. Aber die Wirkung dieser Werke im Konzert ist weniger verbal, sondern eher wie eine ausgeflippte, visuelle Kammermusik.“
Eine englischsprachige Einführung in die Lichtsätze bei Youtube:
Fotos einer ganzen Reihe seiner Lichtsätze und Lichtebenen finden sich bei Artsy: Laddie John Dill
Quelle des obigen Zitates ist Biografie des Künstlers im Webauftritt (in eigener Übersetzung): https://www.laddiejohndill.com/biography
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