Kunst im Netz – Refik Anadols Datenskulpturen

Vorgestern habe ich den türkisch-amerikanischen Künstler Refik Anadol hier vorgestellt. Dabei habe ich auf seinen spektakulären Webauftritt bereits hingewiesen (Refik Anadol).

Ein anderer Webauftritt von Refik Anadol – nft.refikanadol.com – fungiert als das digitale Schaufenster und Archiv seiner Blockchain-basierten Projekte. Im Zentrum der Präsentation steht die Symbiose aus künstlicher Intelligenz, gewaltigen Datensätzen und der Technisierung von Kunst.

Interessierte finden hier detaillierte Informationen zu seinen bekanntesten Werken, darunter das Aufsehen erregende Projekt „Unsupervised“, das in Kooperation mit dem MoMA entstand. Die Plattform erläutert, wie Algorithmen Millionen von Datenpunkten – von Museumskatalogen bis hin zu Wetterdaten oder Meeresströmungen – in fließende, „träumende“ Abstraktionen verwandeln. Jedes Projekt wird durch hochwertige Visualisierungen und technische Hintergrundinformationen zu den verwendeten Machine-Learning-Modellen ergänzt.

Ein wesentliches Element der Webseite ist die Verknüpfung von physischer Installation und digitalem Besitz. Sie dient als Anlaufstelle für Sammler und Kunstinteressierte, um die Genese der „AI Data Paintings“ nachzuvollziehen. Zudem werden Mechanismen wie das „Burn-System“ oder exklusive Partnerschaften mit Plattformen wie Feral File beleuchtet. Damit etabliert sich die Seite nicht nur als Portfolio von Refik Anadols digitalen Werken, sondern als Statement für die Zukunft der digitalen Kunst, in der Daten als Pigment und die KI als Pinsel fungieren. Refik Anadol schafft hier eine Brücke zwischen dem flüchtigen digitalen Moment und der dauerhaften Dokumentation auf der Blockchain.

Hier nochmal der Link: Refik Anadol Digital Collections

Viel Spaß in der digitalen Kunstwelt!

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Eine Antwort zu „Kunst im Netz – Refik Anadols Datenskulpturen“

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