Der Zürcher Künstler, Grafiker und Theoretiker Richard Paul Lohse zählt zu den Schlüsselfiguren der konstruktiv-konkreten Kunst und war schon so oft Thema meines Blogs hier (Lohse). Gemeinsam mit Max Bill, Camille Graeser und Verena Loewensberg gehörte Lohse zum Kern der Zürcher Konkreten und erlangte durch zahlreiche internationale Ausstellungen weltweite Anerkennung. Mit seinem vielschichtigen Werk prägt er nicht nur die Entwicklung der modernen Schweizer Grafik, sondern auch die internationale Avantgarde der Nachkriegszeit.

Eine Ausstellung im Haus Konstruktiv in Zürich präsentiert bis zum 10. Mai über fünfzig Gemälde aus vier Jahrzehnten – von den vierziger-Jahren bis kurz vor Richard Paul Lohses Tod im Jahr 1988. Im Zentrum steht dabei sein malerisches Schaffen, das sich von frühen abstrakten Ansätzen hin zu einer klaren, geometrisch-systematischen Bildsprache entwickelt – inspiriert vom russischen Konstruktivismus und der De-Stijl-Bewegung.
Seine „Modularen und Seriellen Ordnungen“, in denen Farbe, Form und Struktur zu einem ausgewogenen, nichthierarchischen Ganzen verschmelzen, stehen exemplarisch für seine Überzeugung, dass ästhetische und gesellschaftliche Prinzipien untrennbar miteinander verbunden sind.
Quelle dieser Einführung und alle Informationen zur Ausstellung: Richard Paul Lohse
Viel Spaß in Zürich!
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