Bis zum 11. Januar nächsten Jahres zeigt die SCHIRN Kunsthalle in Frankfurt Werke der Dada-Pionierin Suzanne Duchamp. Es ist die weltweit erste umfassende Retrospektive über Suzanne Duchamp.

Privatsammlung / © Suzanne Duchamp / VG Bild-Kunst, Bonn 2025
Die Ausstellung würdigt das rund 50-jährige Schaffen der Künstlerin, das lange im Schatten ihrer berühmten Brüder Marcel Duchamp, Raymond Duchamp-Villon und Jacques Villon sowie ihres Ehemanns Jean Crotti stand. Gezeigt werden etwa 80 Werke, darunter wiederentdeckte experimentelle Collagen, figurative Darstellungen, abstrakte Gemälde, Fotografien und Drucke.
Die Schau beleuchtet Suzanne Duchamps künstlerische Eigenständigkeit und Freiheit. Ein Fokus liegt auf ihrem innovativen Umgang mit Materialien und Medien, der sich kunsthistorischen Kategorien oft entzieht. Charakteristisch für ihr Werk sind Humor und Rätselhaftigkeit. Bereits ab Mitte der 1910er-Jahre entwickelt sie eine einzigartige, subtile Bildsprache für den Dadaismus, die Readymade-Aspekte, poetische Inschriften und geometrische Formen kombiniert.
Die Retrospektive, eine Kooperation mit dem Kunsthaus Zürich, zeigt das Gesamtwerk chronologisch. Sie beginnt mit Susanne Duchamps frühen kubistischen Interieurs und Stadtlandschaften, die in den Treffen der Puteaux-Gruppe mit ihren Brüdern entstehen. Den Schwerpunkt bilden ihre wegweisenden Dada-Arbeiten, darunter große Materialcollagen, in denen sie mit Fundstücken wie Perlen und Metallpapier arbeitete und poetische Sprache integriert.
Ab 1922 wandte sie sich wieder der Figuration zu. Die Ausstellung zeigt diese figurativen Werke der zwanziger Jahre ebanso wie auch ihre Landschaften der dreißiger und vierziger Jahre sowie ihr nahezu abstraktes Spätwerk, das ihre anhaltende künstlerische Suche belegt.
Quelle dieser Einführung und alle Informationen zur Ausstellung: Suzanne Duchamp
Viel Spaß in Frankfurt!
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