Feininger, Münter, Modersohn-Becker … Oder wie Kunst ins Museum kommt

Ab morgen bis zum 26. April kommenden Jahres zeigt das Museum Wiesbaden im Rahmen seines 200-jährigen Jubiläums die Ausstellung „Feininger, Münter, Modersohn-Becker … Oder wie Kunst ins Museum kommt“.

Lyonel Feininger, Karavellen, 1933, Privatsammlung © VG Bild-Kunst, Bonn 2025, Foto: Ketterer Kunst

Im Zentrum der Ausstellung stehen bedeutende Künstler und Künstlerinnen des deutschen Expressionismus sowie der Künstlergruppen „Der Blaue Reiter“ und „Brücke“, darunter Erich Heckel, Alexej von Jawlensky, Ida Kerkovius und Max Pechstein. Daneben sind selten ausgestellte Künstlerinnen wie Erma Bossi, Elisabeth Epstein und Ilona Singer vertreten – ergänzt durch bedeutende Skulpturen von Ernst Barlach, Gerhard Marcks, Marg Moll und Milly Steger.

Die Ausstellung reflektiert darüber hinaus die über ein Jahrhundert gewachsene Geschichte der Abteilung „Klassische Moderne“ im Museum Wiesbaden. Sie thematisiert insbesondere, wie Schenkungen, Stiftungen und Mäzene diese Sammlung geprägt und bereichert haben. Ein Blick auf den Sammlungsbestand zeigt, wie stark das Museum durch private Engagements gewachsen ist. Bereits bei der Eröffnung des Museumsneubaus 1915 war die klassische Moderne aktuell, und Mäzene wie Heinrich Kirchhoff und Hermann Pagenstecher trugen maßgeblich zur Sammlung bei. Durch Krieg und Verfolgung gingen jedoch viele Werke verloren – nach 1945 war der Wiederaufbau dringend nötig.

Besonderer Augenmerk liegt auf der Jawlensky-Sammlung, eine der größten weltweit, die über 100 Werke umfasst und durch gezielte Erwerbungen nach dem Krieg wieder zu den zentralen Sammlungssäulen gehört. Auch die Sammlung Hanna Bekker vom Rath (1987 erworben) spielt eine herausragende Rolle mit Werken von Künstlerinnen und Künstlern wie Lyonel Feininger, Paula Modersohn-Becker, Ernst Ludwig Kirchner, Max Beckmann, Wassily Kandinsky und anderen Größen der Klassischen Moderne.

Die morgen beginnende Ausstellung feiert also nicht nur eine beeindruckende Kunstsammlung – sie würdigt zugleich das bürgerschaftliche Engagement, das diese über Generationen aufgebaut hat. Bestimmt eine spannende Ausstellung!

Quelle dieser Einführung und alle Informationen zur Ausstellung: Feininger, Münter, Modersohn-Becker… – Museum Wiesbaden.

Viel Spaß in Wiesbaden!

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