Lichtkunst im Kunstbau: Bis 30. November diesen Jahres zeigt das Lenbachhaus in München einmal mehr die Lichtinstallation „Untitled (For Ksenija)“, die Dan Flavin für das Lenbachhaus entworfen hat.
Seit seiner Eröffnung im Jahr 1994 ist der Kunstbau des Lenbachhauses in München ein außergewöhnlicher Ort für zeitgenössische Kunst. Der vom Architekturbüro Uwe Kiessler + Partner entworfene, unterirdische Ausstellungsraum eröffnet völlig neue Dimensionen der Präsentation. Zur Eröffnung entwickelte der US-amerikanische Lichtkünstler Dan Flavin (1933–1996) eine seiner letzten großen „Situationen“.

Dan Flavin, Untitled (For Ksenija), 1994, Städtische Galerie im Lenbachhaus, Schenkung von Heiner und Philippa Friedrich im Andenken an ihre Eltern Erika und Harald Friedrich und Dominique und John de Menil. © Estate of Dan Flavin / VG Bild-Kunst, Bonn 2018. Foto / Photo: Simone Gänsheimer, Lenbachhaus
Mit Untitled (For Ksenija) schafft Dan Flavin ein Werk, das untrennbar mit dem Kunstbau verbunden ist. Entlang der architektonischen Beleuchtungsschienen installiert er farbige Leuchtstoffröhren, die den Raum selbst in ein Kunstwerk verwandeln. Architektur, Licht und die Wahrnehmung der Besuchenden verschmelzen dabei zu einer ästhetischen Erfahrung. Dan Flavins Ansatz: Der Raum soll nicht dekoriert, sondern transformiert werden – zu einem Erfahrungsraum aus Licht und Farbe.
Als zentraler Vertreter der Minimal Art arbeitet Dan Flavin ab den sechziger Jahren ausschließlich mit handelsüblichen Leuchtstofflampen. Mit diesem reduzierten Material entfernt er sich bewusst von der Malerei und dem Ausdruck des abstrakten Expressionismus. Stattdessen setzt er auf Klarheit, Struktur und die unmittelbare Wirkung von Licht.
Besonders spannend: Grundlage für die Münchner Installation ist eine minimalistische Zeichnung, die das Lenbachhaus 1994 per Fax aus New York erhielt. Sie dokumentiert präzise, wie die Leuchten im Kunstbau angebracht werden sollten – ein Konzept, das sich bei jeder Präsentation neu entfaltet.
Dank einer Schenkung ist Untitled (For Ksenija) heute fester Bestandteil der Sammlung und wird nun bereits zum zehnten Mal in der Rotunde des Kunstbaus gezeigt.
Quelle dieser Einführung und alle Indormationen sowie Hintergründe zum Werk und der Ausstellung: Dan Flavin im Lenbachhaus
Viel Spaß in Müchen!
Hinterlasse einen Kommentar