Pipilotti Rist – Videoinstallationen

Pipilotti Rist ist eine Installationskünstlerin, die für ihre farbenfrohen, immersiven Videoinstallationen weltweit bekannt ist. Sie wird1962 in der Schweiz, als Elisabeth Charlotte Rist geboren und nimmt später den Künstlernamen „Pipilotti“ in Anlehnung an Astrid Lindgrens Figur Pippi Langstrumpf an – ein Hinweis auf die spielerische, rebellische und experimentierfreudige Natur ihrer Kunst.

Pipilotti Rist studiert Grafikdesign, Illustration und Fotografie in Wien, bevor sie sich in Basel auf Videokunst spezialisiert. Bereits in den achtziger Jahren beginnt sie mit experimentellen Videoarbeiten, die sich durch einen sinnlichen, träumerischen Stil auszeichnen. Ihr Durchbruch gelingt 1997 mit der Videoinstallation Ever Is Over All, die bei der Biennale von Venedig gezeigt wird. Das Werk zeigt eine junge Frau, die mit beschwingter Leichtigkeit eine Straße entlangläuft und mit einer übergroßen Blume Autoscheiben einschlägt – eine kraftvolle Mischung aus poetischer Ästhetik und subversiver Rebellion.

Ihre Arbeiten sind geprägt von intensiven Farben, sanften Überblendungen und surrealen Bildwelten. Sie kombiniert dazu häufig Elemente aus Musik, Popkultur und feministischer Theorie, um Emotionen, Körperlichkeit und Wahrnehmung zu erforschen. Ihre Videoprojektionen entfalten sich oft auf Wänden, Böden oder sogar Decken, sodass der Betrachter in eine visuelle und akustische Traumlandschaft eintaucht.

Deutschsprachige, kurze Einführung in das Schaffen von Pipilotti Rist

Ein zentrales Thema in Pipilotti Rists Kunst ist die Verschmelzung von Natur, Technologie und menschlicher Erfahrung. In vielen ihrer Werke werden Körperfragmente, insbesondere weibliche Körper, mit fließenden Naturbildern kombiniert, was eine sinnliche Verbindung zwischen Mensch und Umwelt herstellt. Dies zeigt sich auch in Pour Your Body Out (7354 Cubic Meters), einer riesigen Videoinstallation im Museum of Modern Art in New York, die den gesamten Raum in eine pulsierende, kaleidoskopische Welt aus Farben und Klängen verwandelt.

Neben Museen bespielt Pipilotti Rist auch öffentliche Räume und bringt ihre Kunst aus dem institutionellen Kontext heraus. So projiziert sie etwa großformatige Videobilder auf Gebäude oder ließ ganze Räume in sanftes Licht und bewegte Muster eintauchen. Ihr Werk Pixel Forest (2016), eine Installation aus tausenden LED-Lichtern, schafft eine begehbare, leuchtende Landschaft, die den digitalen Raum physisch erfahrbar macht.

Pipilotti Rist gehört zu den einflussreichsten zeitgenössischen Künstlerinnen im Bereich der Videokunst und Installationskunst. Mit ihrer einzigartigen Mischung aus technologischem Experiment, spielerischer Poesie und gesellschaftskritischer Reflexion schafft sie immersive Erlebnisse, die das Verhältnis von Körper, Raum und Wahrnehmung auf völlig neue Weise erfahrbar machen.

Eine sehr ausführliche Einführung findet sich bei Wikipedia: Pipilotti Rist – Wikipedia; die offizielle Seite der Künstlerin, die alleridngs nicht sehr informativ ist: Pipilotti Rist video artist

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