Das ‚Konzept des All-Overs‘ in Zürich

Ab heute im Haus Konstruktiv in Zürich: Das Konzept des All-Over. Die Ausstellung namhafter konkstruktivistischer und konkreter Künstler ist bis zum 13. April nächsten Jahres zu sehen.

Carlos Cruz-Diez, Chromosaturation, Paris 1965/2008
Chromatic environment composed of 3 rooms colored by green, red and blue lighting, geometric elements
Photo: Atelier Cruz-Diez © Carlos Cruz-Diez / Bridgeman Images 2024

In der Kunst beschreibt der Begriff des «All-Over» das (malerische) Prinzip einer mehr oder weniger einheitlich-flächendeckenden Gestaltung eines Bildträgers, die sich potenziell über dessen Begrenzungen hinaus fortsetzen lässt. Mit Blick auf die bald 40-jährige Geschichte des Haus Konstruktiv bezieht sich «All-Over» aber auch auf das Ende eines Kapitels der Museumsgeschichte: auf den nahenden Wegzug des Museums von seinem bisherigen Standort an der Sihl. Mit dem Ausstellungstitel Konzepte des All-Over spielen die Museumsbetreiber bewusst mit dieser Doppeldeutigkeit. Überall! Alles vorbei!
Konzeptueller Ausgangspunkt der Gruppenschau ist der 1963/64 von Fritz Glarner geschaffene Rockefeller Dining Room. Das seit 2001 dauerhaft im Haus Konstruktiv ausgestellte Werk, ist ein begehbares abstrakt-geometrisches Kunstwerk, mit dem Fritz Glarner sein Konzept des ‚Relational Painting’ auf einen ganzen Raum ausweitet.

In loser Anlehnung an Fritz Glarners einmaliges Werk lassen die weiteren in der Ausstellung präsentierten künstlerischen Positionen, die meisten davon zeitgenössisch, die Museumsarchitektur selbst zum Bildträger werden. Wände, Decken und Böden sind in unterschiedlichen Ästhetiken und Spielformen mit variantenreichen Formen, Strukturen und Programmen versehen. Aus Farbe, Licht oder industriell gefertigten Werkstoffen entstehen eindrucksvolle Räume, die das Publikum zum Eintauchen und Verweilen einladen.

Quelle dieser Einführung und alle Informationen zur Ausstellung: Konzepte des All-Over

Viel Spaß in Zürich!

Kategorien:

Hinterlasse einen Kommentar