Das Kunstmuseum / Kunsthalle Appenzell und die Fondazione Marguerite Arp in Locarno haben zusammen eine Ausstellung organisiert, die die Freundschaft und Zusammenarbeit von Hans Arp, Sophie Taeuber-Arp und Max Bill zum Inhalt hat. Die Ausstellung beleuchtet, wie diese Kunstschaffenden im Austausch mit anderen Avantgarde-Künstlern über den Atlantik hinweg gearbeitet haben. In dieser Zeit entstanden viele innovative Ideen und Kunstwerke, die nachfolgende Künstlerinnen und Künstler aufgegriffen haben.

Cercles mouvementés, 1934
Fondazione Marguerite Arp, Locarno
Foto / photo: Fondazione Marguerite Arp, Locarno
Die Ausstellung im Kunstmuseum Appenzell zeigt das Engagement dieser Künstlergruppen für abstrakte Kunst. Es gibt Mappenwerke zu sehen, die gemeinsam von Künstlern und Verlegern während oder kurz vor dem Zweiten Weltkrieg gemacht wurden – in einer Zeit, als die Avantgarde-Kunst bereits immer weniger Beachtung fand. Neben diesen Druckgrafiken gibt es aber auch Gemälde, Skulpturen und Reliefs von Hans Arp, Sophie Taeuber-Arp und Max Bill zu sehen, die in wichtigen historischen Ausstellungen gezeigt wurden.
Briefe ergänzen die Ausstellung und zeigen die Interaktion zwischen den drei Künstlern. Besonders bemerkenswert ist darüber hinaus die Zeitschrift Plastique / Plastic, die sich der abstrakten Kunst widmete. Zwischen 1935 und 1939 wurden fünf Ausgaben dieser Zeitschrift veröffentlicht, stark beeinflusst von Sophie Taeuber-Arp. Diese Zeitschrift half, Künstlerinnen und Künstler europaweit zu vernetzen und den transatlantischen Austausch zu fördern, zu einer Zeit, als viele Künstler Europa verließen. Die sechste Ausgabe konnte wegen Sophie Taeuber-Arps frühem Tod nicht mehr erscheinen. Ihre Entwürfe werden zum ersten Mal in dieser Ausstellung gezeigt und sind auch in der Publikation zur Ausstellung ein Schwerpunkt.
Quelle dieser Einführung und alle Informationen zu den Ausstellungen in Appenzell und Locarno: Allianzen – Kunstmuseum / Kunsthalle Appenzell – Fondazione Marguerite Arp / Ausstellungen / Allianzen. Arp, Taeuber-Arp, Bill
Beide Ausstellungen sind bis in den Herbst hinein zu sehen.
Viel Spaß in der Schweiz!
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